Kleinkläranlage ClearFox® nature – die stromlose biologische Kläranlage

Komplette Kleinkläranlage bis 16 Personen – ohne Strom!

ClearFox® nature ist eine werksseitig vorgefertigte biologische Kleinkläranlage getestet nach der Euronorm 12566-3. Die Anschlußgröße reicht von 1 bis 16 Bewohner. Das Wasser aus dem Ablauf kann versickert, in eine Vorflut geleitet oder auch zur Brauchwasseraufbereitung zurückgeführt werden.

  • stromloser Betrieb (bei ausreichendem Gefälle)
  • geeignet für Unterlast und Überlast
  • langlebig und biologisch
  • 15 Jahre Garantie

Bei gut sickerfähigem Bodem oder bei genügend Gefälle kann die Anlage gänzlich stromlos, also ohne Stromanschluß, betrieben werden. Die Kläranlage wirkt als Biofilmanlage mit Filtrationseffekt– daher muss das Biofiltermaterial niemals ausgetauscht werden!

Abwasserreinigung und vollbiologische Kleinkläranlagen

Die Reinigung erfolgt in drei Stufen. Das Rohabwasser gelangt in die Vorklärung. Hier wird das Abwasser sedimentiert und zwischengespeichert. Der primäre Schlamm sinkt auf den Boden und reduziert sich durch Faulung ungestört unter Luftabschluß im Volumen. Am Ablauf der Vorklärung wird das Wasser hydraulisch gedrosselt und gegebenenfalls aufgestaut. Unabhängig von hydraulischen Spitzen wird das mechanisch gereinigte Abwasser danach gleichmäßig über den Tag verteilt an den nachfolgenden Bioreaktor weitergegeben.

Produktmerkmale:

  • Vergleichmäßigung von hydraulischen Spitzen
  • Zehrzonen für die Schlammverzehrung
  • plug and play
  • Biofilm geeignet für Unterlast und Überlast

Vorteile unserer biologischen Kläranlage auf einen Blick

Erfahren Sie mehr über die Vorteile unserer biologischen Kläranlage. Klicken Sie hierzu einfach auf die markierten Punkte in der Grafik.

ClearFox® nature – Die biologische Kläranlage

Im Video erfahren Sie mehr über die Vorteile unserer biologischen Kläranlage, ihrer Komponenten und über den Reinigungsprozess.

Der Kleinkläranlagen Bioreaktor

Der Bioreaktor besteht aus einem System von Belüftungselementen und Aufwuchsträgern, die in definierter Reihenfolge übereinander angeordnet sind. Auf der Oberfläche des Bioreaktors befindet sich eine Verteilereinrichtung bestehend aus Wippe und Verteilerboden. Der Drosselablauf aus der Vorklärung füllt die Wippe, welche das Wasser schwallartig auf dem Verteilerboden entwässert.

Das Abwasser gelangt in das darunterliegende Füllkörpersystem und durchläuft es von oben nach unten. Auf den Aufwuchsträgern siedeln sich Bakterien an, die das Wasser reinigen. Durch die sogenannte kaskadierte Propfenströmung wird in einem einmaligen Durchlauf das Wasser von oben nach unten vollständig gereinigt. Parallel zur Reinigung wird der sekundär entstandene Schlamm im Volumen reduziert und biologisch abgebaut. Die Restmenge wird durch den Ablauf ausgetragen und liegt immer noch weit unter den gesetzlichen Anforderungen.

Bei ClearFox Kleinkläranlagen ist keine Nachklärung nötig

Durch diese erstmalig gezielt in einer Kleinkläranlage angewandte Prozeßtechnologie ist ein weiteres Nachklärbecken (wie zum Beispiel bei herkömmlichen Biofilmanlagen) nicht notwendig. Das System aus Füllkörpern ist mit seiner Beschickungseinrichtung im Gleichgewicht hinsichtlich Stoffabbau, Biomassenverteilung und Spülwirkung. Daher müssen die Füllkörper auch nicht gereinigt oder ausgetauscht werden wie bei Biofilteranlagen, sondern sind bei ordnungsgemäßen Betrieb der Anlagen auf Lebenszeit absolut ohne jegliche Änderung wirksam.

Das Hochleistungsbelüftungssystem der ClearFox nature Kleinkläranlage

Ein Hochleistungsbelüftungssystem mit internen Luftverteilerelementen versorgt die Bakterien mit Sauerstoff. Jeder Ort im Biologiebehälter wird ungehindert angeströmt. Es entstehen keinerlei Totzonen. Durch die hohe Luftzirkulation wird ein echter, vollständiger biologischer Abbau gewährleistet. Die Abwasserfiltrationselemente ergänzen diesen Prozess um einen mechanischen/physikalischen Reinigungseffekt.

Das Belüftungssystem wird komplett geliefert. Bauseits müssen keine komplizierten Rohrinstallationen geschaffen werden. Ein Anschluss an oftmals ungeeignete Dachentlüftungen ist nicht notwendig.

Kostenersparnis durch einfachen Aufbau

Durch den einfachen Aufbau und die verwendete Biofilmtechnologie ist die biologische Kläranlage für den dezentralen Betrieb sehr gut geeignet. Hauptmerkmale sind ein äußerst stabiler Betrieb (Unterlast, Überlast) sowie enorme Kosteneinsparungen auf Dauer, aufgrund fehlender technischer Teile sowie geringer Entsorgungskosten.

Im Regelfall erreicht diese Kleinkläranlagen innerhalb kurzer Zeit die geforderte Reinigungsleistung, optional können die Füllkörper mit Enzymen angereichert werden um die Anlaufzeit zu verkürzen.

Bei der Verwendung des gereinigten Wassers als Brauchwasser kann ein Hygienisierungsmodul nachgeschalten weden.

Wirkungsgradprüfung gemäß EN 12566-3 Einsatz bei:

  • Abwasser aus Haushalten
  • Wochenendhäuser
  • Feriensiedlungen
  • Berghütten
  • Touristikbranche
  • kostensparend
  • langlebig
  • natürlich

Die Entwicklung dieser innovativen Kleinkläranlagen wurde unterstützt durch
das Bayerische Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.

Zuverlässig, sicher  und clever…
Durch die eingesetzte Biofilm Clearfox® nature

Technische Daten unsere stromlosen Kleinkläranlage ClearFox nature

 

ClearFox® nature 4EW

ClearFox® nature 8EW

ClearFox® nature 16EW

Schlammspeicher und Puffer
1 PE-Behälter 2250 Liter
Gewicht: ca. 120 kg
2 PE-Behälter 4500 Liter
Gewicht: ca. 240 kg
4 PE-Behälter 9000 Liter
Gewicht: ca. 480 kg
Biologiereaktor
1 PE-Behälter 2250 Liter
Einzelgewicht: ca. 170 kg
1 PE-Behälter 2250 Liter
Gewicht: ca. 170 kg
2 PE-Behälter 4500 Liter
Gewicht: ca. 340 kg
Erforderliche Grundfläche
3,10m × 1,22m4,70m × 1,22m6,10m × 2,80m
Max. Zulauftiefe
1000mm unter Geländeoberkante1000mm unter Geländeoberkante1000mm unter Geländeoberkante
Einstiegsöffnung Behälter
600mm600mm600mm
Anlagengröße
4 EW ( Einwohner )8 EW ( Einwohner )16 EW ( Einwohner )
Ablaufwerte
Klasse C ( nach deutscher Einstufung )Ablaufwerte: Klasse C ( nach deutscher Einstufung )Klasse C ( nach deutscher Einstufung )

*Abmessungen 1PE Behälter 1535mm x 1215mm x 1710mm  ( l x b x h )

Zusätzliche Optionen für die biologische Kläranlage ClearFox nature

  • Domschachtverlängerung (Aufsatzrohr)
  • Domschachtverlängerung (Schiebedom auch befahrbar erhältlich)
  • Pumpschacht DN550
  • Pumpe für Kleinkläranlagen
  • Auftriebssicherung (Sicherung gegen Aufschwimmen)

Download Informationen zu ClearFox® nature Kleinkläranlagen

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Clearfox nature® ist die beste Kleinkläranlage Europas (*)

(*) ClearFox® nature, die stromlose Biofilmkleinkläranlage der PPU Umwelttechnik, ist Spitzenreiter in Ökoeffizienz und Nachhaltigkeit. Dies geht aus einem aktuellen DBU-Forschungsbericht hervor, welcher intern von der PPU Umwelttechnik ausgewertet wurde. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann lesen Sie bitte weiter und überzeugen sich selbst:

Kleinkläranlagen sind mittlerweile technisch ausgereifte, vollbiologische Lösungen zur dezentralen Reinigung häuslicher Abwässer. Zur Beurteilung und Auswahl einzelner Anlagen konnten bisher ausschließlich technische und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt werden. Die Erkenntnisse aus dem DBU-Forschungsprojekt “Analyse und Bewertung der Nachhaltigkeit und Ökoeffizienz von Kleinkläranlagen mit Ableitung von Produktverbesserungen” (1) bieten nun eine erweiterte Betrachtung von Nachhaltigkeit und Ökoeffizienz.

Erst in den 90er Jahren wurde der Begriff Ökoeffizienz erstmals verwendet und ökologische Auswirkungen ernsthaft untersucht. Nach der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) bedeutet Ökoeffizienz den Verbrauch von Ressourcen und Umweltauswirkungen von Produkten zu verringern und den Produktnutzen zu verbessern. Die Einhaltung der geforderten Reinigungsleistung gilt als Grundvoraussetzung, da diese ohnehin von allen zugelassenen Kleinkläranlagen erfüllt werden. Das WBCSD (2) ergänzt diese Ziele um die Verbesserung des Produkt- und Dienstleistungsnutzen.

Im Rahmen des DBU-Forschungsprojektes wurde der Lebensweg eines Produktes verfolgt, was ebenso die Rohstoffgewinnung wie auch die Herstellung der Anlage beinhaltete. Darüber hinaus wurde der Betrieb sowie die Entsorgung und die Wiederverwertung der Materialien mit einbezogen.

Bei der Vorgehensweise nach ISO 14045 (3) wurde zunächst der Untersuchungsrahmen festgelegt und das Untersuchungssystem, in diesem Fall “Kleinkläranlage”, eingegrenzt. Es müssen demnach einerseits Umweltwirkungen inklusive Ressourceninanspruchnahme aufgelistet werden und andererseits der Produktsystemnutzen mit einer Lebenszykluskostenberechnung verglichen werden. Die Betrachtung der Umweltwirkungen beinhaltet die Schadenskategorien menschliche Gesundheit, Ökosystemqualität, Klimawandel/Treibhauspotential und Ressourcen.

Im Vergleich aller Kleinkläranlagen ist die Gesamtumweltwirkung von Biofiltern erwiesenermaßen am geringsten. Denn Biofilter und ClearFox® nature brauchen keinen Strom! Bei Anlagen, die Strom benötigen fallen 70-80% der Umweltwirkungen in der Nutzungsphase an und davon sind 80% durch Stromverbrauch verursacht. Deshalb gilt:

ClearFox® nature ist am ersten Platz bei der Betrachtung der Umweltwirkungen in den Schadenskategorien

  • menschliche Gesundheit,
  • Ökosystemqualität,
  • Klimawandel/ Treibhauspotential
  • Ressourcen.

Auf der Basis dieser umfangreichen Voruntersuchungen wurden verschiedene Indikatoren zur Beurteilung der Kleinkläranlagen herausgearbeitet. Dieses Indikatorenset repräsentiert maßgeblich die relevanten Stellschrauben für die pragmatische Bewertung der Ökoeffizienz. Im Einzelnen sind das:

  • Behältergröße
  • Anlagengewicht
  • Netto-Materialverbrauch
  • vor-Ort-Einsatz
  • Stromverbrauch in der Nutzungsphase

Die Behältergröße wirkt sich deutlich auf die Ökoeffizienz aus. Zwar können größere Behälter positive Einflüsse auf den Betrieb haben, jedoch wirken sich negative Umweltwirkungen und höhere Gesamtkosten weitaus nachteiliger aus.

Der Gesamtkostenunterschied resultiert hauptsächlich durch die Nutzungskostenunterschiede. Die kostengünstigste Nutzung erzielen wiederum Biofilter inklusive ClearFox® nature und Pflanzenkläranlagen. Über den gesamten Lebenszyklus betrachtet schneidet die Kleinkläranlage (KKA) ClearFox® nature noch besser ab, weil während der Lebenszeit keinerlei Material ausgetauscht werden muss, im Gegensatz zu Biofiltern. Das liegt daran, dass in ClearFox® nature nicht verrottende und nicht verstopfende Materialien eingebaut sind, auf denen der reinigungswirksame Biofilm schnell und effektiv aufwächst.

In die Betrachtungen fließen ebenso die Materialtypen sowie der Aufwand zur Gewinnung und Knappheit der Rohstoffe ein. In diesem Zusammenhang müssen Ersatzteile betrachtet werden, die je nach Austauschhäufigkeit und Material die Ökoeffizienz vermindern. Insbesondere elektrische Bauteile sind negativ zu bewerten.

ClearFox® nature erreicht eine Toppunktzahl auch in dieser Kategorie, weil

  • keinerlei elektrische Bauteile vorhanden sind,
  • kein Filtermaterial erneuert werden muss,
  • keine Ersatzteile ausgetauscht werden müssen,
  • keine Steuerung benötigt wird.

Die Ökoeffizienzindikatoren zeigen normiert die Beziehung zwischen Gesamtkosten und Umweltauswirkungen. Werte > 1 bedeuten eine höhere Ökoeffizienz. Identische Werte können durchaus Unterschiede in Umweltauswirkungen aufweisen, solange die Gesamtkosten niedriger sind. Dabei gilt, dass beispielsweise eine Verbesserung der Ökoeffizienz um 10 % durch

  • 10% niedrigere Gesamtkosten und 10% niedrigere Umweltauswirkungen (Win-Win-Situation)
  • 20% niedrigere Kosten bei gleichen Umweltwirkungen (Kostenverbesserungsansatz)
  • 20% niedrigere Umweltwirkungen bei gleichbleibenden Kosten (Umweltverbesserungsansatz)

erreicht werden kann.

Biofilter und die biologische Kleinkläranlage ClearFox® nature sowie Pflanzenkläranlagen erzielen höhere Effizienzwerte als andere Kleinkläranlagen. Allerdings wirkt sich die Entsorgung bei Pflanzenkläranlagen negativ aus. Die Abbildung verdeutlicht diese Ergebnisse.

Vergleich der Ökoeffizienzwerte der verschiedenen Kläranlagentypen je nach Bestimmungsmethode
(aus Lautenschläger 2016, ergänzt):

Zusammenfassend sticht ClearFox® nature bei der Betrachtung der Ökoeffizienz aus den Kleinkläranlagen heraus. In der Gruppe der Biofilter setzt sich ClearFox® nature positiv durch die lebenszeitlange Nutzung des Materials im Bioreaktor ab.

Der DBU-Forschungsbericht belegt: ClearFox® nature ist spitze in Sachen Ökoeffizienz!

Quellen:

  1. Lautenschläger, S. et al. (2016): DBU-Forschungsbericht: Analyse und Bewertung der Nachhaltigkeit und Ökoeffizienz von Kleinkläranlagen mit Ableitung von Produktverbesserungen; Leipzig.
  2. World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) (2000): Eco-efficiency: creating more value with less impact, www.wbcsd.org/web/publications/eco_efficiency_creating_more_value.pdf (Zugriff: 17.01.2017).
  3. ISO 14045 (2012): Environmental management – Eco-efficiency assessment of product systems – Principles, requirements and guidelines, International Organization for Standardization (ISO).

Funktion einer stromlosen biologischen Kläranlage

Bei einer stromlosen Kleinkläranlage erfolgt die Reinigung in drei Stufen.
Das Rohabwasser gelangt in die Vorklärung in der das Abwasser zwischengespeichert wird und die Feststoffe sedimentieren. Der primäre Schlamm sinkt auf den Boden und reduziert sich zum Teil durch Faulung ungestört unter Luftabschluss im Volumen von selbst.

Am Ablauf der Vorklärung zum Biologiereaktor wird das Wasser hydraulisch gedrosselt und gegebenenfalls aufgestaut. Unabhängig von hydraulischen Spitzen wird somit das mechanisch gereinigte Abwasser gleichmäßig über den Tag verteilt an den Biologiereaktor weitergegeben.

Stromlos klären mit dem Biologiereaktor

Der Biologiereaktor besteht aus einem System von Belüftungselementen und mehreren Aufwuchsträgern, die in definierter Reihenfolge übereinander angeordnet sind. Am Zulauf des Biologiereaktors befindet sich eine Verteilereinrichtung, die aus einer Wippe und gelochten Verteilerkästen besteht.

Der Drosselablauf aus der Vorklärung füllt die Wippe, welche die Verteilerkästen schwallartig und gleichmäßig beschickt. Durch die Löcher in den Böden der Verteilerkästen wird das Abwasser über die Fläche gleichmäßig verteilt und tropft nach unten. Das Abwasser durchströmt die darunterliegenden Aufwuchsträgermaterialien. Auf diesen siedeln sich Bakterien an, die ihre Nahrung aus dem zu klärenden Wasser beziehen und es somit reinigen. Es bildet sich ein reinigungswirksamer Biofilm auf den Oberflächen.

Bei dieser kaskadierten Propfenströmung wird in einem einzigen Durchlauf das Wasser von oben nach unten gereinigt. Parallel zu dieser Reinigung wird der sekundär entstandene Schlamm im Volumen reduziert und biologisch abgebaut. Restmengen werden durch den Ablauf ausgetragen. Diese liegen allerdings weit unter den gesetzlichen Anforderungen und stellen kein Problem dar.

Durch diese erstmalig in einer biologischen Kleinkläranlage angewandte Prozesstechnologie ist ein weiteres Nachklärbecken (wie zum Beispiel bei herkömmlichen Biofilmanlagen) überflüssig.

Dieses System aus Aufwuchsträgermaterial und Belüftungskörpern ist mit seiner Beschickungseinrichtung im Gleichgewicht hinsichtlich Stoffabbau, Biomassenverteilung und Spülwirkung. Daher müssen diese wie zum Beispiel bei Biofilteranlagen nicht ausgetauscht werden. Diese Materialien sind bei ordnungsgemäßem Betrieb und Beschickung der Anlagen auf Lebenszeit absolut ohne jegliche Änderung wirksam.

Die biologische Kläranlage ist bestens geeignet für den dezentralen Betrieb

Durch den einfachen Aufbau und die verwendete Biofilmtechnologie sind die Kleinkläranlagen für den dezentralen Betrieb bestens geeignet. Die Hauptmerkmale der ClearFox® nature Kleinkläranlage sind ein äußerst stabiler Betrieb bei Unterlast als auch bei Überlast.

  1. Die biologische Kleinkläranlage enthält keine technischen Verschleißteile. Außerdem muss der Primärschlamm aufgrund der beschriebenen Reduzierung seltener abgefahren werden.
  2. Im Regelfall erreicht die Anlage innerhalb kürzester Zeit die geforderte Reinigungsleistung. Optional besteht dennoch die Möglichkeit die Füllkörper mit Enzymen anzureichern um diese kurze Anlaufzeit weiter zu minimieren.
  3. Bei fehlendem Gefälle bieten wir die Option an einen Pumpschacht mit dazugehöriger Pumpe hinter der Anlage anzuschließen, welche das gereinigte Wasser auf Ablaufhöhe hebt.
  4. Bei der Verwendung des gereinigten Wassers als Brauchwasser kann ein Hygienisierungsmodul nachgeschalten werden.
  5. Durch Einsetzen von Filtersäcken in die Vorklärung und Kompostierung des Filterrückstandes
    entfällt die herkömmliche Schlammentsorgung.

Einsatzgebiete

  • Abwasser aus Haushalten
  • Wochenendhäuser
  • Feriensiedlungen
  • Berghütten
  • Touristikbranche

Vorteile der Clearfox® nature

  • kostensparend
  • langlebig
  • natürlich – biologisch
  • keine verrottenden und zerfasernden Materialien – Kein Austausch von “Filtermaterial”

Produktmerkmale:

  • Vergleichmäßigung von hydraulischen Spitzen
  • Zehrzonen für die Schlammverzehrung
  • Behälter vormontiert = plug and play
  • der Biofilm ist geeignet für Unterlast und Überlast

ClearFox® nature - Kleinkläranlage ohne Strom

Clearfox® nature ist eine werksseitig vorgefertigte Kleinkläranlage getestet nach den Euronormen 12566-3 und 12566-6. Die Anschlußgröße reicht von 1 bis 16 Einwohner (EW). Die Anlage kann entweder als Komplettanlage mit Vorklärung und nachfolgender biologischer Behandlung oder als Nachrüstung mit dem biologischen Teil nach einer bestehenden Grube oder einem Mehrkammerbehälter geliefert werden.

Das Wasser aus dem Ablauf kann versickert, in eine Vorflut geleitet oder auch zur Brauchwasseraufbereitung verwendet werden. Bei genügend Gefälle kann die Anlage gänzlich stromlos, alleine durch die Gravitation, betrieben werden.

Das Funktionsprinzip der stromlosen biologischen Kläranlage ganz genau erklärt

Der ClearFox® nature ist eine energielos arbeitende Biofilmanlage mit Filterwirkung. Sie besteht aus einer mechanischen Vorklärung und einer biologischen Reinigung (Biofilmreaktor).

Die stromlose biologische Kleinkläranlage

Die biologische Kläranlage hat eine vorgeschaltete Vorklärung. Hier setzen sich feste Bestandteile im Abwasser (z.B. Klopapier) ab. Sie verdichten sich und werden gespeichert. Die täglichen Schwankungen des Zuflusses werden ausgeglichen. Das Wasser durchfließt die Anlage von selbst, Pumpen sind nicht notwendig. Zwischen der Vorklärung und dem Biofilmreaktor ist eine mechanische Drossel zur gleichmäßigen Verteilung des Zuflusses eingebaut.

Das mechanisch vorgereinigte Abwasser gelangt in den Bioreaktor und wird dort mit Hilfe einer Wippe schwallartig abgekippt. Es trifft auf gelochte Verteilerkästen und tropft gleichmäßig durch die Löcher auf den biologischen Reinigungsteil.

Die biologische Reinigung

Die biologische Reinigung wird von Bakterien erledigt, die sich natürlicherweise im Abwasser befinden. Der Reinigungsprozess ist der Gleiche wie er in Bächen und Flüssen stattfindet – nur intensiviert. Dazu benötigen die Bakterien optimale Bedingungen um sich zu vermehren. Hierzu sind im Biofilmreaktor verschiedene Materialien mit großer Oberfläche zum Ansiedeln und Anwachsen der Bakterien (Biofilm) eingebaut. Daneben benötigen die Bakterien Sauerstoff. Diesen nehmen sie aus der Luft, die über ein Belüftungsrohr selbsttätig nach unten in den Behälter strömt und sich dort über ein Hohlkörpersystem im gesamten Volumen gleichmäßig verteilt (Kaminzugeffekt).

Sehr geringe Klärschlamm Restmengen

Bei der Reinigungstätigkeit der Bakterien entsteht Schlamm. Dieser wird im Biofilmreaktor festgehalten und von den Bakterien sogar teils selbst verzehrt, sodass außer Restmengen kein weiterer Schlamm ausgetragen wird. Deshalb wird kein Nachklärbecken, das bei anderen Systemen den Schlamm vom gereinigten Abwasser trennt, benötigt. Restmengen an Schwebteilchen werden, wie im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben nach DIN EN 12566-3 erlaubt, über den Ablauf ausgetragen.

Nachfolgend finden Sie Antworten zu den wichtigsten Fragen über die stromlose biologische Kleinkläranlage ClearFox® nature. Können Ihre Anliegen dennoch nicht ausreichend beantwortet werden, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

FAQ – ClearFox® nature vollbiologische Kleinkläranlagen ohne Strom

Welche Baugrößen sind möglich?

ClearFox® nature ist eine biologische Kleinkläranlage (KKA, Zulauf bis 8 m³/d).
Standardgrößen sind 1-4 EW und 5-8 EW. Erweiterungen sind durch mehrstraßigen Betrieb möglich.

Wie funktioniert die biologische Kleinkläranlage ClearFox® nature?

Der ClearFox® nature ist eine stromlos arbeitende Biofilmkläranlage mit Filterwirkung. Sie besteht aus einer mechanischen Vorklärung und einer biologischen Reinigung (Biofilmreaktor). Die Kleinkläranlage hat eine vorgeschaltete Vorklärung. Hier setzen sich feste Bestandteile im Abwasser (z.B. Klopapier) ab.
Sie verdichten sich und werden gespeichert. Die täglichen Schwankungen des Zuflusses werden ausgeglichen. Das Wasser durchfließt die Anlage von selbst, Pumpen sind nicht notwendig. Zwischen der Vorklärung und dem Biofilmreaktor ist eine mechanische Drossel zur Vergleichmäßigung des Zuflusses eingebaut.

Das mechanisch vorgereinigte Abwasser gelangt in den Bioreaktor und wird dort mit Hilfe einer Wippe schwallartig abgekippt. Es trifft auf gelochte Verteilerkästen und tropft gleichmäßig durch die Löcher auf den biologischen Reinigungsteil.

Die biologische Reinigung wird von Bakterien erledigt, die sich natürlicherweise im Abwasser befinden. Der Reinigungsprozess ist der Gleiche wie er in Bächen und Flüssen stattfindet – nur intensiviert. Dazu benötigen die Bakterien optimale Bedingungen um sich zu vermehren. Hierzu sind im Biofilmreaktor verschiedene Materialien mit großer Oberfläche zum Ansiedeln und Anwachsen der Bakterien (Biofilm) eingebaut. Daneben benötigen die Bakterien Sauerstoff. Diesen nehmen sie aus der Luft, die über ein Belüftungsrohr selbsttätig nach unten in den Behälter strömt und sich dort über ein Hohlkörpersystem im gesamten Volumen gleichmäßig verteilt (Kaminzugeffekt).

Bei der Reinigungstätigkeit der Bakterien entsteht Schlamm. Dieser wird im Biofilmreaktor festgehalten und von den Bakterien sogar teils selbst verzehrt, sodass außer Restmengen kein weiterer Schlamm ausgetragen wird. Deshalb wird kein Nachklärbecken, das bei anderen Systemen den Schlamm vom gereinigten Abwasser trennt, benötigt. Restmengen an Schwebteilchen werden, wie im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben nach DIN EN 12566-3 erlaubt, über den Ablauf ausgetragen.

Welche reinigungswirksamen Teile sind im Reaktor der biologischen Kläranlage eingebaut?

Im Bioreaktor sind verschiedene Füllkörpertypen eingebaut: Biofilmaufwuchsträger und Belüftungselemente. Die Biofilmaufwuchsträger unterscheiden sich in welche aus dichterem, rauen Material und solche aus gröber strukturierten, plastisch konstruierten Körpern. Sie haben große Oberflächen. Die Bakterien, die das Abwasser reinigen, lagern sich dort an und wachsen zu einem Biofilm.

Wieso funktioniert ClearFox® nature ohne Energie?

Das Abwasser durchfließt die Anlage im Freispiegel, d.h. dass es gemäß der Schwerkraft fließt und verteilt wird. Die Belüftung erfolgt auf natürliche Weise, es stellt sich von selbst eine Luftzirkulation im Bioreaktor ein (Kaminzugeffekt).

Was passiert, wenn nicht genügend Gefälle vorhanden ist?

Wenn der Ablauf der Anlage nicht im Freispiegel zum nächsten Vorfluter abgeleitet werden kann, wird eine kleine, stromarme Pumpe nachgeschaltet.

Wie wird die biologische Kleinkläranlage belüftet?

Für ClearFox® nature wurde ein eigenes Belüftungssystem entwickelt. Es besteht aus einem Belüftungsrohr, das ≥ 1m über die Geländeoberkante (GOK) hinausragt, und im Bioreaktor definiert eingebauten Belüftungselementen. Die Anlage wird, unter Ausnutzung des sich einstellenden Kaminzugeffekts, komplett gleichmäßig mit Luft durchströmt. Die Luft strömt vorwiegend von unten nach oben durch den Behälter. Alle Stellen werden ausreichend belüftet.

Was passiert, wenn zu viel oder zu wenig Wasser zufließt?

Die Personenanzahl und somit auch der Abwasseranfall in einem Haushalt variieren. Besuch, Feiern, aber auch Kinder, die nur am Wochenende kommen usw. verändern den Wasserverbrauch. Für Schwankungen des Abwasseranfalls gilt das gleiche wie für schwankende Konzentrationen. Die Drossel gleicht aus und gewährleistet einen ausgeglichen Zulauf. Siehe hierzu auch “Wie reagiert ClearFox® nature auf Konzentrationsspitzen und Konzentrationsminima?”

In welcher Gruppe von Kleinkläranlagen lässt sich ClearFox® nature einordnen?

ClearFox® nature ist eine kaskadierte Biofilmanlage im vertikalem Abwasserdurchfluss mit Filtrationswirkung. Eine vollbiologische Kleinkläranlage.

Was unterscheidet ClearFox® nature von Bodenkörperfiltern (BKF)?

ClearFox® nature ist eine eigenständige, kompakte und auf Basis von mehrjährigen Untersuchungen entstandene biologische Kleinkläranlage. Parallelen zum BKF können dahingehend gezogen werden, dass wesentliche Komponenten dieser seit mehr als 15 Jahren äußerst zuverlässigen biologischen Kleinkläranlage auch bei ClearFox® nature Verwendung fanden. Allerdings war und ist bei jener renommierten Lösung (BKF) alleine die Abwasserreinigung das erklärte Ziel. Es besteht beim BKF auch keine Limitierung des Platzbedarfes. Wirkmechanismen wie die Kaskadierung oder das Einstellen eines Gleichgewichtszustandes beim Beschicken wurden aufgegriffen und weiterentwickelt.

ClearFox® nature stellt eine Weiterführung des ursprünglichen BKF-Konzeptes dar, jedoch mit einer anderen Zielrichtung:

  • Kompaktheit
  • Nachvollziehbare Berechnungsgrundlagen
  • Exakt adaptierte Spezialaufwuchsträger
  • Definierte Kaskade
  • Vermeidung jeglicher Filtrationswirkung
  • Endogene Schlammzehrung

Wie reagiert ClearFox® nature auf Konzentrationsspitzen/-minima?

Die Nährstoffkonzentrationen im Abwasser können von Tag zu Tag, aber auch im Tagesverlauf schwanken. Die Reinigung funktioniert generell am besten, wenn die Konzentrationen ausgeglichen sind. Die Bakterien, die die Nährstoffe aus dem Abwasser als Nahrung aufnehmen und damit das Wasser reinigen, werden bei Konzentrationsspitzen überversorgt und müssen bei Konzentrationsminima hungern und sterben im Extremfall ab. Deshalb wurde zwischen der Vorklärung und dem Biofilmreaktor, in dem die Reinigung maßgeblich stattfindet, eine Drossel eingebaut. Diese gewährleistet, dass die Nährstoffe gleichmäßig über den Tag verteilt zugegeben werden. Die Ergebnisse der praktischen Prüfung nach DIN EN 12566-3 bestätigen, dass die Reinigungsleistung der biologischen Kleinkläranlage ClearFox® nature nahezu unabhängig von Zulaufschwankungen ist.

Wo können am meisten Kosten gegenüber konventionellen Kleinkläranlagen gespart werden?

Die Betriebskosten sind sehr niedrig. Kosten für Energie (laufender Betrieb und Störmeldungen der eingebauten Technik), Ersatzteile (Steuerung, Belüfter, Verdichter, Magnetventile, Pumpen, Membranen usw., sowie Austauscharbeiten) und Sekundärschlammabfuhr wie bei konventionellen Kleinkläranlagen fallen bei der biologischen Kleinkläranlage ClearFox® nature nicht an! Die Betriebskosten für ClearFox® nature setzen sich lediglich aus der verminderten Primärschlammabfuhr aus der Vorklärung und der gesetzlich vorgeschriebenen Wartung (gilt für alle KKA) zusammen. Darüber hinaus ist das Volumen des Primärschlamms niedriger als bei anderen Kleinkläranlagen und muss deshalb seltener abgefahren werden. Zurück strömendes, sauerstoffhaltiges Wasser oder Schlamm aus dem biologischen Teil der Kleinkläranlage, die das Absetzen behindern, gibt es bei ClearFox® nature nicht. Der Primärschlamm kann sich optimal absetzen und faulen und wird dadurch kompakter, m  uss also auch seltener als bei anderen vergleichbaren biologischen Kleinkläranlagen abgepumpt werden.

Was muss bei der Wartung unternommen werden?

Im Vergleich zu technischen Kleinkläranlagen sehr wenig. Die Kontrolle einer biologischen Kleinkläranlage wird in die Betreiberkontrolle und die Wartung durch externe, zertifizierte Wartungsunternehmen unterteilt. Detaillierte Anweisungen sind dem Betriebshandbuch zu entnehmen. Generell sind bei der biologischen Kleinkläranlage ClearFox® nature sowohl die Kontrolle des Betreibers als auch die Wartung aufgrund der Konstruktion sehr einfach. Es fehlen jegliche störanfällige, elektronische Bauteile und Schlamm muss seltener abgefahren werden. Die Wartungen sind vereinfacht und verkürzt – und damit auch billiger – weil zum Beispiel kein zeitraubendes Schlammvolumen (SV30) gemessen werden muss, sowie keine technischen Verschleißteile ausgetauscht werden.

Lässt sich ClearFox® nature auch für andere als häusliche Abwässer anwenden?

Grundsätzlich ‘JA’. Insbesondere die hohe nachgewiesene Stabilität der Biofilmanlagen gegenüber komplexen Abwasserzusammensetzungen und sogar toxischen Stoffen, ermöglicht unter Berücksichtigung einer projektspezifischen Anpassung der Bemessung eine Anwendung für verschiedenste Abwasserarten.

Was passiert, wenn der vollbiologischen Kleinkläranlage zu viel Wasser zuläuft?

Dann springt der Notüberlauf an. Ein Überstauen der biologischen Kleinkläranlage ist nicht möglich.

Wie hoch sind die Betriebskosten der biologischen Kleinkläranlage?

Die Betriebskosten für die biologische Kläranlage sind vergleichsweise gering. Detaillierten Aufschluss darüber gibt der Kostenvergleich unter https://clearfox.de/service/kosten-preise/.

Wie lange kann die Urlaubszeit (kein Abwasserzufluss) maximal betragen?

Im Gegensatz zu beispielsweise SBR-Anlagen stellt sich in ClearFox® nature, bedingt durch die Biofilmtechnologie, automatisch eine Art Ruhezustand ein. Durch die Konzeption der Füllkörper verbleibt auch ohne Abwasserzufuhr immer eine Restfeuchtigkeit im nährstoffhaltigen Biofilm und damit auch aktive Mikroorganismen im Bioreaktor. Nur als Beispiel sei eine Pilotanlage genannt, die von Dezember bis Mai außer Betrieb war- sie konnte ohne Einfahrzeit sofort wieder in Betrieb genommen werden. Allerdings sind die Bakterien als Lebewesen nicht unsterblich. Wie auch in der Natur ergibt sich hierbei ein Gleichgewicht zwischen Anzahl der Lebewesen und dem Nahrungsangebot. Einzig die Geschwindigkeit Ihrer Verringerung (Pufferwirkung und Feuchtegehalt in der Anlage) kann verlängert werden. In der Praxis kann von etwa 4 Wochen ausgegangen werden.

Wie lange dauert die Einfahrzeit?

Die Einarbeitungszeit (Aufwuchs der Mikroorganismen) entspricht derjenigen anderer vergleichbarer Biofilmanlagen (wie beispielsweise dem Bodenkörperfilter) und ist im Regelfall länger als bei submersen Prinzipien (z.B. SBR, Belebungsanlagen ). Je nach Jahreszeit (Außentemperaturen !) kann mit 5-7 Monaten gerechnet werden.

Die Anlage ist allerdings sofort nach der Inbetriebnahme funktionsfähig und erreicht eine Teilreinigung. Aufgrund der speziell entwickelten Füllkörper findet sofort eine physikalisch/chemische Reinigung des Abwassers (vorwiegend durch Adsorption) statt. Ebenso beginnen aber auch die Bakterien ab dem Zeitpunkt der ersten Abwasserzufuhr ihre Abbautätigkeit. Um das Anwachsen des Biofilms (Bakterienanhaftung und Ansiedlungsdicke) zu beschleunigen kann ein Hilfsmittel zugegeben werden (Zubehör PPU Umwelttechnik GmbH).

Was ist mit Nähr/Zehrzonen und Nähr/Zehrphasen gemeint?

Während des schwankenden Tages/Wochen/Monatsganges der Abwassermenge und der Konzentrationen treten unterschiedliche Phasen (Maxima am Morgen, Mittag und Abend, Minimum in der Nacht) auf. Unterschiedliche Zonen bilden sich im Bioreaktor durch die kaskadenförmige Anordnung der Füllkörper aus. Nährphasen/Nährzonen sind solche mit hohem Nährstoffangebot (vorwiegend C-Abbau, teils N-Abbau), Zehrphasen/Zehrzonen sind solche mit geringem Nährstoffangebot (teils N-Abbau, Schlammstabilisierung).

Was bedeutet aerobe Schlammzehrung?

Die Bakterien, die das Abwasser reinigen, produzieren Schlamm. Bei vielen Systemen muss dieser Bakterienschlamm nach der Reinigung in einem Nachklärbecken vom gereinigten Abwasser abgetrennt werden. Dies erfordert einen zusätzlichen Behälter und Pumpen. Außerdem muss der Schlamm entsorgt werden. In anderen Systemen wird der Schlamm direkt im Bioreaktor behalten (Filtration). Allerdings muss dann das Filtermaterial in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden.
ClearFox® nature nutzt hingegen den Prozess der aeroben (unter Ausnutzung von Luft) Schlammzehrung.

Bei einer ausreichend langen Aufenthaltszeit des Abwassers und Schlamms (“Schlammalter”) im Bioreaktor, wird nicht nur der Nährstoffgehalt im Abwasser reduziert, sondern der entstehende Belebtschlamm selbst von den Bakterien unter Verwendung von Sauerstoff verzehrt, bis zu einer weitgehenden Mineralisierung (stabil bedeutet, dass der Schlamm nicht mehr biologisch aktiv ist, also nicht weiter abgebaut werden kann). In voll durchmischten Reaktoren findet erst dann eine Stabilisierung des Schlamms statt, wenn der frei verfügbare Kohlenstoff vollständig verbraucht ist. Clearfox® nature arbeitet mit einer Kaskadierung der Abwasserreinigung. Die Prozesse Kohlenstoffabbau, Nitrifizierung, aerobe Schlammstabilisierung laufen in vertikaler Abfolge zonal voneinander getrennt ab. Vorwiegend im unteren Bereich entstehen sogenannte Zehrzonen. Darüber hinaus treten in den Innenräumen der Hohlkörper ebenfalls zonen- und phasenweise Zehrzustände auf.

Vorteile der aeroben Schlammzehrung bei ClearFox® nature sind:

  • Kein Anfall von Überschussschlamm
  • Kein Nachklärbecken oder -behälter
  • Kein Materialaustausch wegen Filtration
  • Geringere Kosten

Wie oft muss das Biofilmaufwuchsmaterial gewechselt werden?

ClearFox® nature arbeitet als Biofilmanlage mit Filtrationswirkung. Das eingebrachte Biofilmaufwuchsmaterial ist soweit durchlässig, dass eine Filtrationswirkung minimiert wird (siehe hierzu auch Erläuterung Schlammzehrung). Sollte dennoch ein Zusetzen zu beobachten sein, so kann dies im Rahmen der Wartung beseitigt werden.

Hierzu wird das Material, welches in kompakten Teileinheiten (gefüllte Säcke) eingebaut ist, partiell entnommen und gereinigt. Zu keinem Zeitpunkt muss das Material durch neue Materialien ersetzt werden. Die Biofilmaufwuchsträger stellen daher eine sogenannte Lebenszeitfüllung dar. Sollte die Kläranlage in Zukunft für immer außer Betrieb genommen und nicht mehr gebraucht werden, kann das gereinigte Material dem Wertstoffkreislauf (Kunststoff) wieder zugeführt werden. Es kann sogar davon ausgegangen werden, dass aufgrund des steigenden Ölpreises hierbei eine Entsorgungsprämie für den Betreiber anfällt, da das Material auch in 20 Jahren noch hoch energiehaltig sein wird.

Welche Behälter werden für ClearFox® nature verwendet?

Als Behälter kommt das bewährte aquaplast Behältersystem zur Anwendung. Die Behälter sind seit mehreren Jahren auch für andere Klärsysteme am Markt erfolgreich (siehe www.aquaplast.de). Sie werden aus hochwertigen, recyclingfähigen Kunststoffmaterialien gefertigt und unterliegen einer fremdüberwachten (DEKRA) Qualitätskontrolle. Das Behältersystem ist insbesondere für den Erdeinbau geeignet und hat im Vergleich zu herkömmlichen Behältern folgende Merkmale:

 

  • alle Testzertifikate für Erdeinbau (Vertikaler UND Horizontaler Belastungstest gem. 12566-3)
  • niedrige Einbautiefen
  • zusätzliche statische Aussteifungen
  • leicht und äußerst kompakt
  • einfach zu gebrauchen (transport- und einbauoptimiert)

 

In Kombination mit der Technologie der ClearFox® nature-Anlage ergibt sich ein nahezu unschlagbares Gesamtsystem, insbesondere auch durch eine Minimierung der Einbaukosten.

Wieso ist der Primärschlammanfall geringer als bei vergleichbaren biologischen Kleinkläranlagen?

Der in der Vorklärung anfallende Primärschlamm wird weder durch zurückgeführtes, sauerstoffhaltiges Wasser noch durch Überschussschlamm beim Absetzen gestört. Der Schlamm kann deshalb unbeeinträchtigt faulen und eindicken, was zu einer Volumenreduzierung führt.

Welche Ablaufklasse erreicht die biologische Kleinkläranlage Clearfox nature?

Ablaufklasse C

CE-Zertifikat und bauaufsichtliche Zulassung?

Die Behälter sind seit mehreren Jahren gemäß DIN EN 12566-3 erfolgreich am Markt zugelassen.
Die Gesamtanlage hat die Zulassungsnummer Z- 55.41 – 420

Was ist einzigartig an der biologischen Kläranlage ClearFox® nature gegenüber dem Angebot anderer Kleinkläranlagenhersteller?

Einzigartig ist die Kombination einer vollbiologischen Abwasserreinigung mittels Biofilm mit aerober Schlammbehandlung (Minimierung des Sekundärschlammvolumens, keine Nachklärung) mit einer geringen Filtrationswirkung. Darüber hinaus besitzt Clearfox® nature eine Reihe von Vorteilen, die andere Hersteller zwar teils auch anbieten, aber nicht alle in einer einzigen Anlage:

 

  • keine Energie notwendig
  • ungestörte Primärschlammeindickung/Faulung
  • leicht und kompakt
  • keine Abwasserrückführung und keine Schlammrückführung
  • modulare Bauweise
  • kein Nachklärbecken
  • niedrige Betriebskosten und kaum Wartung
  • Abbau in Kaskaden und adaptierte Aufwuchsträger

Sind alle Teile an ClearFox® nature recycelbar?

Ja, alle! Im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen ist diese Kläranlage zu 100% recycelbar. Es gibt kein Teil an der Anlage, welches nicht (nach einer Säuberung) in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden kann. Als Materialien werden PE, PP, ABS und nicht rostender Stahl verwendet.

 

 

Hier ein Auszug aus der Dipolomarbeit von Steffi Deuerling:

Untersuchungen zur Optimierung des Wachstums von Biofilmen auf Kunststoffkörpern für die Abwasserreinigung. Universität Bayreuth

 

„Biofilme sind sehr stabil, denn die Lagerstabilität ist vor allem bei einer dampfgesättigten

Atmosphäre sehr hoch. Nach dreimonatiger Lagerung liegt die Vitalität immer noch bei ca.

40 %. Bei erneuter Kultivierung zeigt sich, dass sich unabhängig von den getesteten

Lagerungsbedingungen dampfgesättigt, mit Medium bedeckt, tiefgekühlt bei -20 °C) die

Vitalität und damit auch die Aktivität sehr schnell wieder auf das Ursprungsniveau ansteigt.

Dies ist sehr gut, denn das bedeutet, dass eine Kleinkläranlage über einen längeren

Zeitraum ohne weitere Maßnahmen trocken stehen bleiben kann.

Bei Leistungsminderung der Belüftungseinheit sind ebenfalls für die reale Kläranlage keine

übermäßigen Abreinigungseinbußen des Abwassers zu erwarten, denn die Biofilme sind

unter Stickstoffatmosphäre bis zu 14 Tage stabil. In einer realen Kläranlage wird ein nahezu

absolut sauerstoffreier Zustand, wie er im Labor hergestellt werden kann, nicht auftreten, so

dass die Dauer bis zum völligen Absterben dort wahrscheinlich sehr viel länger andauert.“

 

Was muss ich tun, wenn ich eine biologische Kläranlage möcht?

  • Uns anrufen 0921150/63990 oder eine E-Mail schreiben
  • Unsere kompetenten Vertriebsmitarbeiterer erstellen Ihnen gerne ein individuelles Angebot
  • Die Lieferung der Kleinkläranlage erfolgt normaler Weise innerhalb 2 Wochen nach Auftragseingang (Lieferung mit LKW, Behälter sind leicht und kompakt)
  • Der Einbau der biologischen Kleinkläranlage (durch Tiefbauunternehmen; Baggerarbeiten, Angleich an Geländeoberkante, Einbauanleitung beachten!)
  • Der Betrieb (Betriebshandbuch beachten, keine Desinfektionsmittel, Urlaub oder
    kurzfristige Überlastungen durch Feiern und Besuch sind kein Problem)
  • Schlammentsorgung (Betriebshandbuch beachten, bedarfsgerecht, Schlammspiegelmessung im Vorklärbehälter)
  • Wartung (Nach gesetzlichen Vorgaben durch zertifiziertes Wartungsunternehmen)

© Die Texte der hier aufgeführten FAQ sind Eigentum der PPU Umwelttechnik GmbH
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noch Dritten zur Auswertung überlassen werden.

Diese FAQ (Frequently Asked Questions) können Sie auch als PDF downloaden:
FAQ – ClearFox® nature stromlose Kleinkläranlage

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