Am Stadtrand von Plovdiv entstand eine neue Lagerhalle für ein Unternehmen mit einem hohen täglichen Warenumschlag. Der Standort bietet eine hervorragende Anbindung an eine der wichtigsten Verkehrsachsen Bulgariens und schafft ideale Voraussetzungen für einen effizienten Logistikbetrieb. Gleichzeitig bringt die Lage außerhalb des städtischen Gebiets eine besondere Herausforderung mit sich: Vor Ort existiert kein Anschluss an das öffentliche Kanalnetz.
Im laufenden Betrieb fällt kein Prozessabwasser an. Die Lagerhalle dient ausschließlich der Lagerung und dem Warenumschlag. Das gesamte Abwasser entsteht durch die Nutzung der sanitären Einrichtungen durch die Mitarbeitenden. Während der Arbeitszeiten nutzen sie Toiletten, waschen sich die Hände und erzeugen dadurch ausschließlich häusliches Schmutzwasser.
Dieses Abwasser weist besondere Eigenschaften auf. Es entsteht nahezu ausschließlich während der regulären Arbeitszeiten und fällt damit in klar definierten Belastungsspitzen an. Gleichzeitig enthält es nur wenig Verdünnungswasser, da weder Produktionsprozesse noch Duschen oder andere Wasserverbraucher den Abwasserstrom beeinflussen. Dadurch besitzt das Abwasser eine höhere Konzentration organischer Inhaltsstoffe als gewöhnliches häusliches Mischabwasser.
Der Bauherr suchte deshalb nach einer zuverlässigen Lösung für die dezentrale Abwasserbehandlung. Gleichzeitig standen ein wirtschaftlicher Betrieb, ein geringer Wartungsaufwand und eine lange Lebensdauer im Mittelpunkt des Projekts. Über den lokalen Vertriebspartner Hidro Group 7 entstand der Kontakt zur PPU Umwelttechnik GmbH. Gemeinsam entwickelte das Projektteam eine Lösung, die exakt auf die Anforderungen des Standorts abgestimmt ist.
Die örtlichen Behörden stellten klare Anforderungen an die Behandlung des anfallenden Abwassers. Eine einfache Klärgrube oder Sichergrube erfüllte diese Vorgaben nicht. Eine reine Primärbehandlung reichte für die geforderte Ablaufqualität nicht aus. Das gereinigte Wasser musste deutlich höhere Anforderungen erfüllen.
Gleichzeitig stellte die Abwassercharakteristik besondere Anforderungen an die Kläranlage. Während der Nacht oder an Wochenenden fließt kaum Abwasser in das System. Mit Beginn jeder Schicht steigt die Belastung innerhalb kurzer Zeit deutlich an. Eine leistungsfähige Anlage verarbeitet diese wechselnden Zuflussmengen zuverlässig und passt ihren Betrieb automatisch an.
Hinzu kommt die erhöhte Konzentration des Schmutzwassers. Da das Abwasser überwiegend aus Toilettenspülungen und Handwaschbecken stammt, enthält es vergleichsweise hohe organische Belastungen. Eine stabile biologische Reinigung besitzt deshalb einen entscheidenden Stellenwert.
Auch wirtschaftliche Aspekte spielten eine wichtige Rolle. Das regelmäßige Sammeln und Abpumpen des gesamten Abwassers verursachte dauerhaft hohe Betriebskosten. Zusätzlich erhöht jeder Transport den Energieverbrauch und den CO₂-Ausstoß. Der Bauherr verfolgte deshalb das Ziel, das anfallende Abwasser direkt vor Ort zu behandeln und den laufenden Wartungsaufwand dauerhaft gering zu halten.
Für solche Anwendungen entwickelt die PPU Umwelttechnik GmbH seit vielen Jahren dezentrale Kläranlagen unter der Marke ClearFox®. Das Unternehmen produziert seine Anlagen in Bayreuth und liefert sie weltweit aus. Je nach Projekt kommen unterschiedliche biologische oder chemisch-physikalische Verfahren zum Einsatz. Für kommunales und häusliches Abwasser bietet das SBR-Verfahren eine wirtschaftliche und gleichzeitig leistungsstarke Lösung. Es verbindet eine hohe Reinigungsleistung mit einer kompakten Bauweise und eignet sich hervorragend für Standorte ohne Anschluss an ein zentrales Kanalnetz.
Für dieses Projekt lieferte die PPU Umwelttechnik GmbH eine ClearFox® QuickOne+. Die vollständig vormontierte SBR-Kleinkläranlage behandelt Grau- und Schwarzwasser zuverlässig und erreicht eine Ablaufqualität für die direkte Einleitung entsprechend der Behandlungsklasse N. Durch ihre kompakte Bauweise erfolgt der Einbau schnell und ohne aufwendige Montagearbeiten auf der Baustelle.
Die ClearFox® QuickOne+ arbeitet vollständig biologisch und verzichtet auf den Einsatz von Chemikalien. Während der Füllphase gelangt das Abwasser in den Reaktionsbehälter. Ein integrierter Drucksensor überwacht kontinuierlich den Zufluss und erkennt jede Veränderung der Belastung. Auf Grundlage dieser Daten steuert die Anlagensteuerung sämtliche Reinigungszyklen automatisch.
Während der Belüftungs- und Behandlungsphase versorgen Belüfterteller das Abwasser mit Sauerstoff. Mikroorganismen bauen dabei die organischen Inhaltsstoffe sowie Stickstoffverbindungen biologisch ab. Die Steuerung verlängert oder verkürzt die Belüftungszeit exakt entsprechend der tatsächlich anfallenden Abwassermenge. Dadurch arbeitet die Anlage besonders effizient und erreicht auch bei wechselnden Belastungen eine konstant hohe Reinigungsleistung.
Anschließend folgt die Absetzphase. Der Belebtschlamm sinkt auf den Boden des Behälters, während sich darüber das gereinigte Wasser sammelt. Vor dem Klarwasserabzug spült Druckluft sämtliche Leitungen der Lufthebepumpe gründlich frei. Dieser Reinigungsschritt entfernt abgelagerte Schwebstoffe und sorgt dauerhaft für einen störungsfreien Betrieb. Abschließend fördert die verstopfungsfreie Lufthebepumpe das gereinigte Wasser aus dem oberen Bereich der Wassersäule ab.
Die aerobe Schlammstabilisierung reduziert die entstehende Schlammmenge deutlich. Dadurch verlängern sich die Entschlammungsintervalle auf über ein Jahr. Gleichzeitig sinkt der Wartungsaufwand erheblich und die laufenden Betriebskosten bleiben dauerhaft niedrig.
Die ClearFox® QuickOne+ entsteht vollständig am Unternehmensstandort der PPU Umwelttechnik GmbH in Bayreuth. Die Anlage erfüllt die Anforderungen der EN 12566-3 und entspricht den geltenden europäischen Normen. Weltweit arbeiten bereits Anlagen in mehr als 50 Ländern zuverlässig unter unterschiedlichsten klimatischen und betrieblichen Bedingungen.
Mit der Installation der ClearFox® QuickOne+ erhielt der Betreiber der Lagerhalle eine wirtschaftliche und nachhaltige Lösung für die dezentrale Abwasserbehandlung. Die Anlage verarbeitet die typischen Belastungsschwankungen eines gewerblichen Betriebs zuverlässig, arbeitet vollautomatisch und benötigt nur geringe Wartung. Gleichzeitig erfüllt das gereinigte Abwasser alle geforderten Einleitwerte. Das Unternehmen sichert damit einen langfristig wirtschaftlichen Betrieb und verbindet hohe Reinigungsleistung mit einem verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser.
Ja. Die ClearFox® QuickOne+ eignet sich für alle Projekte, bei denen überwiegend häusliches Abwasser aus sanitären Einrichtungen anfällt. Dazu zählen Lagerhallen, Logistikzentren, Werkstätten, Bürogebäude, Verkaufsflächen oder andere Gewerbebetriebe ohne Prozessabwasser. Jede Anlage wird entsprechend der Anzahl der Nutzer und der anfallenden Abwassermenge ausgelegt.
Nein. Die ClearFox® QuickOne+ wurde speziell für Standorte ohne Kanalanschluss entwickelt. Sie behandelt das anfallende Abwasser direkt vor Ort und schafft damit eine wirtschaftliche Lösung für abgelegene oder neu erschlossene Grundstücke.
Die Anlage passt ihren Betrieb automatisch an den tatsächlichen Zufluss an. Ein integrierter Drucksensor erkennt Veränderungen der Wassermenge und steuert die Belüftungszeiten entsprechend. Dadurch arbeitet die biologische Reinigung sowohl bei geringer Auslastung als auch während Belastungsspitzen zuverlässig.
Der Wartungsaufwand bleibt gering. Die Anlage arbeitet vollautomatisch und erzeugt durch die aerobe Schlammstabilisierung nur wenig Überschussschlamm. Dadurch liegen die Entschlammungsintervalle bei über einem Jahr, was die laufenden Betriebskosten reduziert.
Das SBR-Verfahren erreicht eine hohe Reinigungsleistung bei gleichzeitig kompakter Bauweise. Es arbeitet vollständig biologisch, benötigt keine Chemikalien und passt den Reinigungsprozess automatisch an die tatsächliche Abwassermenge an. Dadurch eignet sich das Verfahren besonders für kommunales und gewerbliches Schmutzwasser.
Die ClearFox® QuickOne+ erfüllt die Anforderungen der EN 12566-3 und erreicht je nach Projekt die geforderten Einleitwerte für die direkte Einleitung. Vor jedem Projekt prüft die PPU Umwelttechnik GmbH gemeinsam mit ihren Partnern die jeweiligen landesspezifischen Anforderungen und legt die passende Lösung aus.
Ja. Die PPU Umwelttechnik GmbH begleitet Projekte von der ersten Analyse bis zur Inbetriebnahme. Dazu gehören die Bewertung des Abwassers, die Auswahl des geeigneten Verfahrens, die technische Planung sowie die Abstimmung mit den jeweiligen Projektanforderungen und gesetzlichen Vorgaben.