Ein Getränkeabfüller in Brandenburg benötigte eine zeitlich begrenzte Lösung für die Behandlung seines betrieblichen Abwassers. Der Standort liegt in der Nähe von Berlin. Dort ergänzte PPU Umwelttechnik die vorhandene Infrastruktur um eine mobile, mehrstufige Abwasserbehandlungsanlage auf Mietbasis mit einer Auslegung für 800 Kubikmeter pro Tag. Als Übergabepunkt dient ein bestehender belüfteter Behälter, aus dem das Abwasser in die zusätzliche Behandlung gelangt.
Die Mietlösung verbindet chemisch-physikalische Reinigung, biologische Behandlung und Schlammmanagement zu einem abgestimmten Gesamtsystem. PPU übernahm die Planung, Bereitstellung, Installation und Inbetriebnahme für die auf mindestens 18 Monate ausgelegte Mietlösung. Damit erhält der Betreiber zusätzliche Behandlungstechnik für einen klar definierten Zeitraum und nutzt die Anlage zunächst im Rahmen einer befristeten Vereinbarung.
Das Containerkonzept prägt den gesamten Aufbau, wobei zehn Festbettcontainer die biologische Reinigungsstufe bilden. Hinzu kommen Flotation, Nachklärung, Schlammbehälter sowie die Technik für Steuerung und Entwässerung. Die einzelnen Module bilden vor Ort einen zusammenhängenden Behandlungsprozess, dessen Schnittstellen PPU auf die vorhandenen Standortbedingungen abstimmte. Leitungen, Pumpen und elektrische Anschlüsse verbinden die Stufen. Der Aufbau berücksichtigt außerdem den Zugang für Betrieb, Kontrolle und Wartung.
Die Aufgabe umfasste mehrere Behandlungsschritte. Eine reine Feststoffabtrennung reicht für gelöste organische Belastungen nicht aus, während die biologische Reinigung ihrerseits Schlamm erzeugt. Deshalb erforderte das Projekt eine Kombination aus unterschiedlichen Verfahren, die sowohl die Wasserbehandlung als auch den anfallenden Schlamm berücksichtigt.
Gerade diese Schnittstellen verlangen eine sorgfältige Abstimmung, denn die Flotation trennt abtrennbare Bestandteile vom Wasser und entlastet damit die nachgeschaltete biologische Stufe. Dort übernehmen Mikroorganismen den weiteren organischen Abbau. Anschließend trennt die Nachklärung den biologischen Schlamm vom behandelten Wasser. Beide Schlammströme benötigen wiederum eine gemeinsame Lösung für Sammlung, Förderung und Entwässerung.
Auch die hydraulische Verteilung spielt eine zentrale Rolle, da zehn parallel versorgte Festbettcontainer einen abgestimmten Zulauf benötigen, damit die biologische Stufe als gemeinsames System arbeitet. Gleichzeitig müssen Pumpen, Rohrleitungen und Nachklärung den Wasserstrom durch die gesamte Anlage führen. Eine isolierte Betrachtung einzelner Module greift deshalb zu kurz.
Der zeitlich begrenzte Einsatz stellte zusätzliche Anforderungen, denn der Betreiber benötigte eine Anlage, die sich in die vorhandene Infrastruktur einfügt und einen späteren Rückbau berücksichtigt. Das Angebot sah zudem eine kurze Bereitstellungszeit vor, weshalb PPU die technische Ausstattung, die Anschlüsse und die Arbeiten vor Ort aufeinander abstimmte. Zur Aufgabe gehörte außerdem ein übersichtlicher Betrieb, der regelmäßige Kontrollen und den Austausch mit dem Betriebspersonal unterstützt.
PPU realisierte eine containerisierte Gesamtanlage mit aufeinander abgestimmten Reinigungs- und Schlammbehandlungsstufen. Am Anfang steht die Druckentspannungsflotation. Die Auslegung der DAF-Stufe umfasst bis zu 52 Kubikmeter pro Stunde sowie eine automatische pH-Regulierung und die Dosierung von Fäll- und Flockungsmitteln. Die chemische Konditionierung bildet abtrennbare Flocken. Feine Luftbläschen tragen diese an die Wasseroberfläche, wo die Anlage den Flotationsschlamm sammelt und austrägt.
Im Behandlungsversuch wurde der CSB von 4.800 auf 1.500 mg/l reduziert. Die ergänzend rechnerisch angesetzten BSB-Werte betragen 2.400 mg/l vor und 750 mg/l nach der Behandlung.
Die Inbetriebnahme dokumentierte den laufenden Prozess. Nach mehr als achteinhalb Stunden Betrieb lag der Durchfluss durchgehend bei etwa 33 Kubikmetern pro Stunde, zwischenzeitlich erreichte er 43 Kubikmeter. Der Inbetriebnehmer kontrollierte dabei die Dosierung und verglich Proben vor und nach der Flotation. Die Ablaufprobe zeigte sichtbar klares Wasser ohne erkennbare Flocken. Diese Beobachtung beschreibt die Feststoffabtrennung während der Inbetriebnahme.
Anschließend verteilt das System das vorbehandelte Wasser auf zehn ClearFox® FBR-Container. Jeder Container enthält getauchte Festbetten als Aufwuchsflächen für Mikroorganismen. Feinblasige Belüfter versorgen die Biomasse mit Sauerstoff, während die Bakterien gelöste organische Stoffe abbauen und dadurch den chemischen Sauerstoffbedarf reduzieren. Innerhalb der Container durchströmt das Wasser mehrere Festbettkaskaden, deren Trägermaterialien unterschiedliche spezifische Aufwuchsflächen bieten und den biologischen Abbau unterstützen.
Nach der biologischen Behandlung folgt die Nachklärung. Sie sammelt den absetzbaren Schlamm und trennt ihn vom Klarwasser. Kleine Pumpen fördern den biologischen Schlamm in zwei große Sammelbehälter. Auch der Flotationsschlamm gelangt in diese Behälter. Eine Umwälzpumpe sorgt für die Zirkulation und verteilt den Schlamm zwischen beiden Behältern.
Die Schlammschneckenpresse übernimmt anschließend die mechanische Entwässerung. Sie kombiniert Eindickung, Filtration und Kompression. Feste und bewegliche Ringe reinigen den Filterbereich während des Betriebs, während die Schnecke den Schlamm weitertransportiert und verdichtet. Eine Austragsschnecke führt den entwässerten Schlamm aus dem Container. Dadurch sinkt das Schlammvolumen für die Entsorgung. Bei der Vorführung zeigte auch das Presswasser eine hohe sichtbare Klarheit, trotz einzelner kleiner Flocken.
Eine zentrale Steuerung führt die Anlagenfunktionen zusammen und unterstützt über den Fernzugriff die Kontrolle der Betriebsparameter. Ergänzend umfasst das Servicekonzept regelmäßige Besuche, technische Prüfungen und den Austausch mit den Mitarbeitern vor Ort. Das behandelte Wasser fließt schließlich zum Produktionsbereich des Kunden zurück. PPU verbindet damit Wasserbehandlung, Schlammmanagement und Betreuung in einer modularen Mietlösung für den industriellen Standort.
Ja. PPU Umwelttechnik legt jede ClearFox® Mietanlage anhand der Abwassermenge, Zulaufbelastung, Ablaufanforderungen und örtlichen Bedingungen individuell aus. Der modulare Aufbau eignet sich für die vorübergehende Erweiterung bestehender Anlagen, Umbauphasen und zusätzlichen Behandlungsbedarf bei steigenden Produktionsmengen.
PPU ermittelt zunächst die tägliche Abwassermenge, Spitzenzuflüsse und relevante Zulaufwerte. Dazu zählen unter anderem CSB, BSB₅, Feststoffe, pH-Wert und Temperatur. Abwasseranalysen und Behandlungsversuche unterstützen die Auswahl der Verfahren. Auf dieser Grundlage bestimmt PPU Anzahl, Größe und Anordnung der Behandlungsmodule.
PPU berücksichtigt vorhandene Behälter, Rohrleitungen und Anschlüsse bereits während der Planung. Beim Projekt in Brandenburg dient ein bestehender belüfteter Behälter als Übergabepunkt zur mobilen Behandlung. Die zusätzlichen Module ergänzen die vorhandene Infrastruktur zu einem zusammenhängenden Behandlungsprozess.
Flotationsschlamm und biologischer Schlamm gelangen in zwei gemeinsame Sammelbehälter. Eine Umwälzpumpe sorgt für die Zirkulation und Verteilung zwischen den Behältern. Anschließend entwässert die Schlammschneckenpresse den Schlamm mechanisch und reduziert dadurch das Volumen für Lagerung, Abtransport und Entsorgung.
PPU stimmt die betriebliche Betreuung mit dem Kunden im Servicekonzept ab. Beim Projekt in Brandenburg umfasst sie regelmäßige Besuche, technische Prüfungen und den Austausch mit dem Betriebspersonal. Eine zentrale Steuerung mit Fernzugriff unterstützt zusätzlich die Kontrolle der Betriebsparameter.
PPU vereinbart die Mietdauer entsprechend dem vorgesehenen Einsatzzeitraum. Zum Vertragsende lassen sich die Rückgabe, eine Verlängerung der Miete oder eine Übernahme der Anlage vereinbaren.