Industrielle Wäschereien stellen hohe Anforderungen an die eigene Abwasserbehandlung. Täglich reinigen sie große Mengen an Berufsbekleidung, Reinraumtextilien sowie Textilien für Hotellerie und Gastronomie. Dabei entstehen Abwässer mit einer komplexen Zusammensetzung. Tenside, Fette, Schmutzpartikel und organische Verbindungen gelangen ebenso in das Waschwasser wie Schwermetalle oder andere branchenspezifische Verunreinigungen. Eine zuverlässige Behandlung dieser Abwässer bildet deshalb die Grundlage für einen wirtschaftlichen und rechtskonformen Betrieb.
Für einen führenden europäischen Textildienstleister entwickelte die PPU Umwelttechnik GmbH eine maßgeschneiderte Lösung zur Behandlung des anfallenden Wäschereiabwassers. Der Standort produziert täglich rund 22 m³ industrielles Abwasser. Während einer Betriebszeit von 7,5 Stunden erreicht der Volumenstrom etwa drei Kubikmeter pro Stunde. Das Abwasser weist einen chemischen Sauerstoffbedarf von rund 2.000 mg/l sowie einen biologischen Sauerstoffbedarf von etwa 900 mg/l auf. Zusätzlich enthält es Schwebstoffe, Tenside und weitere Inhaltsstoffe aus den täglichen Waschprozessen.
Die PPU analysierte das Abwasser zunächst umfassend im eigenen Labor. Die Untersuchung bildete die Grundlage für die Auswahl des optimalen Behandlungsverfahrens. Anschließend entwickelte das Engineering-Team eine exakt auf den Standort abgestimmte Anlagenlösung. Dabei standen nicht die Bauform oder ein Standardprodukt im Mittelpunkt, sondern die Anforderungen des Abwassers und die vorhandene Infrastruktur. Aus diesem Grund integrierte PPU die gesamte Anlage direkt in die bestehende Produktionshalle. Die Lösung fügt sich dadurch optimal in den laufenden Betrieb ein und nutzt die vorhandenen Platzverhältnisse effizient.
Neben den regulären Textilien verarbeitet der Standort Arbeitskleidung eines Industriekunden, auf der erhebliche Mengen an Blei haften. Diese Schwermetallbelastung stellt besondere Anforderungen an die Abwasserbehandlung. Das Unternehmen trennt deshalb die betroffenen Textilien bereits im Waschprozess von der übrigen Wäsche. Auch das dabei entstehende Abwasser gelangt nicht in den normalen Prozess, sondern fließt in einen separaten Vorlagebehälter.
Dadurch entstehen zwei unterschiedliche Abwasserströme mit verschiedenen Belastungen. Das reguläre Wäschereiabwasser fällt kontinuierlich an. Das Unternehmen sammelt es in zwei großen Misch- und Ausgleichstanks. Das bleihaltige Abwasser sammelt sich zunächst in einem eigenen Tank und gelangt anschließend in definierten Intervallen zur Behandlung. Beide Teilströme unterscheiden sich deutlich hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung und ihrer Schadstoffbelastung. Die Abwasserbehandlung muss deshalb flexibel auf wechselnde Betriebsbedingungen reagieren und gleichzeitig dauerhaft stabile Reinigungsergebnisse liefern.
Zusätzlich verlangt die Einleitung in das öffentliche Kanalnetz die sichere Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte gemäß Anhang 55 der Abwasserverordnung. Dafür reicht eine mechanische Vorbehandlung nicht aus. Die Anlage muss sowohl gelöste Schwermetalle als auch feine Schwebstoffe, Öle und organische Belastungen zuverlässig entfernen. Gleichzeitig soll der Anlagenbetrieb wirtschaftlich bleiben und geringe Wartungskosten verursachen.
Auch der anfallende Flotationsschlamm spielt eine entscheidende Rolle. Die Druckentspannungsflotation konzentriert die entfernten Schadstoffe gezielt im Schlamm. Dadurch entsteht ein kleineres, aber hochbelastetes Restprodukt. Eine effiziente Schlammbehandlung reduziert dessen Volumen deutlich und senkt die anschließenden Entsorgungskosten nachhaltig. Deshalb bildet die Schlammentwässerung einen festen Bestandteil des Gesamtkonzepts.
PPU entwickelte für diesen Standort eine individuell ausgelegte Abwasserbehandlungsanlage mit zwei identisch aufgebauten ClearFox® Druckentspannungsflotationen. In regelmäßigen Abständen übernimmt eine Druckentspannungsflotation die Behandlung des bleihaltigen Abwassers. Fällt dieses nicht an, behandeln beide Linien das herkömmliche Waschwasser. Diese Trennung erhöht die Prozesssicherheit und ermöglicht eine optimale Abstimmung der chemischen Behandlung auf die jeweilige Wasserqualität.
Vor der eigentlichen Reinigung durchläuft das Abwasser mehrere aufeinander abgestimmte Prozessschritte. Redundante Förderpumpen transportieren das Abwasser zunächst in die entsprechenden Vorlagebehälter. Dort sorgen Umwälzsysteme für eine homogene Zusammensetzung. Gleichzeitig dosieren automatische Systeme die erforderlichen Chemikalien zur Schwermetallfällung. Ein motorisches Inlinesieb entfernt größere Feststoffe bereits vor der weiteren Behandlung und schützt die nachfolgenden Aggregate zuverlässig.
Im nächsten Schritt beginnt der eigentliche Flotationsprozess. Die Anlage stellt den pH-Wert automatisch auf den optimalen Arbeitsbereich ein. Anschließend dosiert sie Fällungs- und Flockungsmittel in das Abwasser. Diese Chemikalien binden gelöste Stoffe und bilden stabile Flocken. Parallel sättigt eine Multiphasenpumpe einen Teilstrom des Wassers mit Luft. Nach der Druckentspannung entstehen im Flotationsreaktor unzählige mikroskopisch kleine Luftblasen. Sie lagern sich an die Flocken an und transportieren sie kontrolliert an die Wasseroberfläche. Dort entfernt das System den aufkonzentrierten Schlamm kontinuierlich aus dem Prozess.
Das gereinigte Wasser verlässt den Reaktor und erfüllt die Anforderungen für die Einleitung in das öffentliche Kanalnetz. Die ClearFox® DAF erreichen dabei Schadstoffreduktionsraten zwischen 80 und 99 Prozent. Gleichzeitig arbeiten die Anlagen vollautomatisch und verzichten bewusst auf mechanische Schlammräumer mit beweglichen Ketten. Dieser konstruktive Aufbau reduziert den Wartungsaufwand erheblich und erhöht die langfristige Betriebssicherheit.
PPU ergänzte das Projekt zusätzlich um eine ClearFox® Schlammschneckenpresse. Sie entwässert den Flotationsschlamm auf einen Trockensubstanzgehalt von rund 30 Prozent. Dadurch sinkt das Schlammvolumen deutlich. Gleichzeitig reduzieren sich Transport- und Entsorgungskosten. Die Schlammbehandlung trägt somit entscheidend zur Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage bei.
Das Projekt zeigt beispielhaft den ganzheitlichen Ansatz der PPU Umwelttechnik GmbH. Jede Anlage beginnt mit einer detaillierten Abwasseranalyse. Darauf folgen Laboruntersuchungen, Engineering, Anlagenauslegung und Fertigung. Anschließend übernimmt PPU die Installation, die Inbetriebnahme und die Schulung des Bedienpersonals. Auch nach Projektabschluss begleitet das Serviceteam den Kunden langfristig mit Fernüberwachung, Wartung und Prozessoptimierung. Dadurch arbeitet die Anlage dauerhaft zuverlässig und effizient.
Die gesamte Projektlaufzeit betrug lediglich drei Monate. Bereits kurz nach der Inbetriebnahme überzeugte die Lösung durch stabile Reinigungsleistungen und einen wirtschaftlichen Betrieb. Der erfolgreiche Einsatz führte dazu, dass der Kunde die ClearFox® Technologie auch an weiteren Standorten einsetzt. Das Projekt unterstreicht eindrucksvoll die Kompetenz der PPU Umwelttechnik GmbH bei der Entwicklung individueller Abwasserbehandlungslösungen für industrielle Wäschereien. Hier entstehen keine Standardanlagen. Hier entstehen maßgeschneiderte Systeme, die exakt auf die Eigenschaften des jeweiligen Abwassers abgestimmt sind und dauerhaft zuverlässige Ergebnisse liefern.
Klicken Sie hier, um mehr über die Abwasserbehandlung in der Wäschereibranche zu erfahren.
Industrielle Wäschereien erzeugen Abwasser mit einer hohen Belastung durch Tenside, Fette, Schwebstoffe, organische Verbindungen und je nach Anwendung auch Schwermetalle. Eine professionelle Abwasserbehandlung reduziert diese Schadstoffe zuverlässig und sorgt dafür, dass die gesetzlichen Einleitgrenzwerte dauerhaft eingehalten werden. Gleichzeitig sinken Entsorgungskosten und der gesamte Betrieb arbeitet wirtschaftlicher.
Jedes Industrieabwasser besitzt eine andere Zusammensetzung. Eine Laboranalyse liefert alle wichtigen Informationen über Schadstofffrachten, pH-Wert und weitere Parameter. Auf dieser Grundlage entwickeln unsere Verfahrenstechniker die optimale Behandlungskette und dimensionieren die gesamte Kläranlage exakt für den jeweiligen Anwendungsfall.
Die ClearFox® Druckentspannungsflotation entfernt zuverlässig Schwebstoffe, Fette, Öle, Schwermetalle und einen großen Teil der organischen Belastung. Das Verfahren arbeitet vollautomatisch, benötigt wenig Wartung und erzielt hohe Reinigungsleistungen auch bei wechselnden Abwasserzusammensetzungen. Dadurch eignet sich die DAF besonders für industrielle Wäschereien.
Die Druckentspannungsflotation konzentriert die entfernten Schadstoffe im Flotationsschlamm. Eine nachgeschaltete Schlammentwässerung reduziert dessen Wassergehalt erheblich. Dadurch sinken Schlammvolumen, Transportaufwand und Entsorgungskosten deutlich. Die Schlammentwässerung bildet deshalb einen wichtigen Bestandteil einer wirtschaftlichen Abwasserbehandlung.
PPU begleitet Projekte von der ersten Abwasseranalyse bis zum langfristigen Betrieb der Anlage. Dazu gehören Laboruntersuchungen, Verfahrensentwicklung, Engineering, Fertigung, Installation, Inbetriebnahme sowie Schulungen und Service. Kunden erhalten eine vollständig auf ihre Anforderungen abgestimmte Komplettlösung aus einer Hand.
Die ClearFox® DAF kommt überall dort zum Einsatz, wo Prozessabwässer hohe Mengen an Schwebstoffen, Ölen, Fetten, Schwermetallen oder organischen Belastungen enthalten. Neben industriellen Wäschereien behandeln unsere Anlagen unter anderem Abwässer aus der Lebensmittelindustrie, der Metallverarbeitung, der chemischen Industrie sowie zahlreichen weiteren Industriezweigen.