Abwasseraufbereitung in der Wäscherei: Verfahren, Wasserrecycling und sichere Einleitung

Sektorüberblick

Industrielle Wäschereien erzeugen große Mengen an Abwasser mit Tensiden, organischen Stoffen, Mikrofasern und verschiedenen Chemikalien. Eine leistungsfähige Abwasserbehandlung reduziert den Frischwasserverbrauch, senkt die Betriebskosten und verringert das Abwasseraufkommen deutlich. Gleichzeitig schützt sie nachgeschaltete Prozesse zuverlässig vor Feststoffen, Fetten und Waschmittelrückständen.

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über bewährte Verfahren und modulare Lösungen für die Abwasserbehandlung in industriellen Wäschereien. Die vorgestellten Konzepte basieren auf unserer langjährigen Erfahrung in diesem Bereich. PPU entwickelt, fertigt und installiert schlüsselfertige, modulare Anlagen, die eine zuverlässige Abwasserbehandlung und Wasserwiederverwendung ermöglichen. Zahlreiche Wäschereien in Europa setzen diese Lösungen bereits erfolgreich ein.

Abwasseraufbereitung in der Wäscherei: Verfahren, Wasserrecycling und sichere Einleitung

Sektorüberblick

Inhalt

Wäschereien erzeugen täglich Abwasser, das mit Tensiden, Chemikalien, Fasern und organischen Stoffen belastet ist. Eine gezielte Behandlung entfernt diese Belastungen und bereitet das Wasser für die Wiederverwendung im Betrieb oder die Indirekteinleitung in die Kanalisation auf.

Eine auf den jeweiligen Betrieb abgestimmte Abwasserbehandlung senkt die Betriebskosten und schützt nachgeschaltete Anlagenkomponenten. Gleichzeitig schafft sie die Voraussetzungen für eine zuverlässige Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen.

Herkunft des Wäschereiabwassers

Industrielle Wäschereien benötigen eine zuverlässige Abwasserbehandlung, da Menge und Zusammensetzung des Abwassers je nach Art der Wäsche deutlich schwanken. Hotel- und Krankenhauswäsche sowie Arbeits- und Berufskleidung aus Industrie und Gewerbe bringen unterschiedliche Verschmutzungen und Schadstofffrachten mit sich. Für die Auslegung einer geeigneten Kläranlage sind daher die Abwassermenge, die enthaltenen Schadstoffe, die angestrebte Ablaufqualität und die Betriebskosten entscheidend.

Abwasser entsteht dabei nicht nur während der Hauptwäsche. Jeder nasse Prozessschritt trägt unterschiedliche Stoffe in das Abwasser ein. Eine genaue Betrachtung dieser einzelnen Abwasserströme bildet deshalb die Grundlage für die Planung und Auslegung einer effizienten industriellen Abwasserbehandlung.

ProduktionsschrittProduktionsbestandteilAnfallende Stoffe im Abwasser
VorwäscheWaschmaschinen, TrommelnSand, Staub, Textilfasern, Schwebstoffe, Partikel
HauptwäscheWaschmittel, Tenside, LaugenTenside, Fette, Öle, gelöste organische Stoffe; erhöhte CSB- und BSB-Werte
BleichenWasserstoffperoxid, Peressigsäure, AktivchlorOxidationsmittel, Restchemikalien; bei Aktivchlor zusätzlich Chlorreste und AOX-Risiko
DesinfektionPeressigsäure, chemothermische Desinfektionsmittel, ggf. AktivchlorDesinfektionsmittelreste, Peressigsäure, Restchemikalien
SpülgängeFrischwasser, Klarspülzonegelöste Salze, Resttenside, Restalkalität und Waschmittelrückstände
SonderwäschePutztücher, Matten, Berufskleidungje nach Herkunft Kohlenwasserstoffe, Metalle, Fette, Öle, Partikel und produktionsspezifische Rückstände

Die Zusammensetzung des Abwassers hängt wesentlich von der Art und dem Verschmutzungsgrad der Wäsche ab. Haushaltswäsche verursacht in der Regel geringere Belastungen. Putztücher, industrielle Matten sowie Arbeits- und Berufskleidung aus Metall-, Kfz- oder Chemiebetrieben bringen dagegen deutlich höhere Schadstofffrachten in das Abwasser ein.

Auch der Waschprozess selbst beeinflusst die Zusammensetzung des Abwassers. Temperatur, Waschdauer, eingesetzte Chemikalien und mechanische Bearbeitung bestimmen das Reinigungsergebnis und wirken sich unmittelbar auf den Chemikalienbedarf und die entstehende Abwasserbelastung aus.

Zusammensetzung des Abwassers in Wäschereien

Die Zusammensetzung des Abwassers in Wäschereien unterscheidet sich je nach Betrieb und Art der gereinigten Textilien deutlich. Waschprogramm, Textilart, eingesetzte Waschchemikalien, Temperatur und Verschmutzungsgrad bestimmen Art und Konzentration der enthaltenen Stoffe. Die folgenden Werte dienen daher als typische Orientierungswerte.

ParameterBelegte EinzelwerteBedeutung für die Planung
CSB875–4.155 mg/lorganische Belastung und Anlagengröße
CSB, weiter Bereich1.200–20.000 mg/lstark belastete Rohabwässer
BSB5300–1.200 mg/lbiologische Abbaubarkeit
CSB nach Vorbehandlung835 ± 176 mg/lRestbelastung nach physikalisch-chemischer Behandlung
BSB5 nach Vorbehandlung445 ± 114 mg/lHinweis auf biologisch abbaubare Restbelastung
Schwebstoffe80 mg/lFasern und Partikel
Phosphat94,65 mg/l im MittelNährstoffbelastung und Fällung
LAS-Tenside12,24–1.023,7 mg/lSchaumbildung und Toxizität
Eisen0,037–0,72 mg/lMetallbelastung
Mikroplastik440.000–1.080.000 Partikel je 100 lFaserabrieb und Feinpartikel

Hohe CSB- und BSB-Werte weisen auf einen großen Anteil organischer Stoffe im Abwasser hin. Verantwortlich dafür sind vor allem Tenside, Fette, Öle, Schmutzstoffe und Rückstände von Waschmitteln. Tenside fördern zudem die Schaumbildung und stellen besondere Anforderungen an die Abwasserbehandlung.

Auch Bleichmittel wie Wasserstoffperoxid oder Aktivchlor verändern die chemische Zusammensetzung des Abwassers. Insbesondere Aktivchlor erhöht das Risiko für die Bildung adsorbierbarer organisch gebundener Halogene (AOX). Vor der Vermischung mit anderen Abwasserströmen muss vorhandenes Aktivchlor daher zuverlässig reduziert werden.

Eine besondere Herausforderung sind die teilweise erheblichen Schwankungen der Abwasserwerte. Die Behandlungsanlage muss deshalb unterschiedliche Konzentrationen und Schmutzfrachten zuverlässig verarbeiten. Eine detaillierte Abwasseranalyse schafft die notwendige Datengrundlage für eine sichere und bedarfsgerechte Anlagenauslegung. ClearFox® bietet entsprechende Abwasseranalysen als Service an.

Warum ist die Abwasserbehandlung für ein Unternehmen sinnvoll?

Die Abwasserbehandlung stellt zunächst sicher, dass Wäschereien die gesetzlichen Vorgaben zuverlässig einhalten. Maßgeblich sind dabei unter anderem die Abwasserverordnung sowie die jeweiligen örtlichen Entwässerungssatzungen. Welche Anforderungen gelten, hängt insbesondere davon ab, ob das gereinigte Abwasser direkt in ein Gewässer oder indirekt über die Kanalisation eingeleitet wird.

Neben der Einhaltung der Grenzwerte spielt die Wirtschaftlichkeit eine wichtige Rolle. Eine betriebsinterne Abwasserbehandlung reduziert den Frischwasserverbrauch und senkt langfristig die Wasser- und Abwasserkosten. Zusätzliche Einsparpotenziale entstehen durch die Wiederverwendung des aufbereiteten Prozesswassers, beispielsweise für die Vorwäsche, Spülprozesse oder technische Wasserkreisläufe.

Eine gezielte Abwasserbehandlung erhöht zudem die Betriebssicherheit. Tenside, Öle, Fasern und Schwebstoffe belasten Pumpen, Rohrleitungen und biologische Reinigungsstufen. Eine geeignete Vorbehandlung entfernt diese Stoffe frühzeitig, schützt nachgeschaltete Anlagenkomponenten und reduziert Betriebsstörungen. Gleichzeitig sorgt sie für stabile Prozesse und eine gleichbleibend hohe Ablaufqualität.

Prozessablaufdiagramm einer modularen ClearFox®-Abwasserbehandlungsanlage für industrielle Wäschereien.

Möglichkeiten zur Abwasserbehandlung in Wäschereien

Die Behandlung von Wäschereiabwasser erfolgt in mehreren aufeinander abgestimmten Stufen. Welche Verfahren zum Einsatz kommen, hängt von der Zusammensetzung des Abwassers und der gewünschten Ablaufqualität ab. Die einzelnen Behandlungsschritte entfernen Feststoffe, reduzieren organische Belastungen und beseitigen gelöste Schadstoffe.

Mechanische Vorbehandlung

Fasern, Fusseln, Sand und andere Feststoffe gehören zu den typischen Bestandteilen von Wäschereiabwasser. Sie führen zu Ablagerungen, belasten Pumpen und Rohrleitungen und beeinträchtigen nachfolgende Behandlungsstufen.

Eine mechanische Vorbehandlung entfernt diese Feststoffe bereits am Anfang der Prozesskette. Siebe entlasten dadurch die nachfolgenden Anlagenteile und schaffen die Voraussetzungen für eine effiziente weitere Abwasserbehandlung.

Für diesen Behandlungsschritt eignet sich die ClearFox® Siebschnecke. Sie trennt Feststoffe automatisch aus dem Abwasserstrom und entwässert das abgeschiedene Material. Dadurch reduziert sich das Feststoffvolumen und die Belastung der nachfolgenden Behandlungsstufen sinkt.

Chemisch-physikalische Behandlung

Nach der mechanischen Vorbehandlung enthält das Wäschereiabwasser weiterhin fein verteilte und gelöste Stoffe wie Tenside, Fette, Öle, Schwebstoffe, Phosphate und Metalle. Eine chemisch-physikalische Behandlung reduziert diese Belastungen und entlastet die nachfolgende biologische Reinigungsstufe.

Bei der ClearFox® DAF durchläuft das Abwasser zunächst eine Mischstrecke mit pH-Überwachung und bei Bedarf automatischer pH-Korrektur. Fällungs- und Flockungsmittel bilden anschließend größere, abtrennbare Flocken. Die geeigneten Chemikalien und Dosiermengen ermitteln wir durch Jar-Tests mit dem Originalabwasser. Dafür genügt eine Abwasserprobe von etwa fünf Litern.

Eine Mehrphasenpumpe sättigt einen Teilstrom mit Luft und führt ihn zurück in den Flotationsreaktor. Der Sättigungsdruck liegt zwischen 3 und 6 bar, die interne Rezirkulationsrate zwischen 25 und 40 %. Bei der Druckentspannung entstehen Luftblasen mit einer durchschnittlichen Größe von 30 bis 60 µm. Diese lagern sich an die Flocken an und transportieren sie an die Wasseroberfläche.

Dort sammelt und konzentriert die ClearFox® DAF den Flotationsschlamm. Die runde Bauform benötigt keinen kontinuierlich arbeitenden mechanischen Abstreifer mit beweglichen Ketten. Der Schlamm wird über eine konische Öffnung ausgetragen. Das reduziert bewegliche Bauteile und den Wartungsaufwand.

Die runden ClearFox® DAF-Systeme behandeln je nach Baugröße zwischen 1 und 20 m³ Abwasser pro Stunde. Für größere Abwassermengen lassen sich mehrere Einheiten parallel betreiben. Zwei Anlagen mit jeweils 20 m³/h erreichen beispielsweise eine gemeinsame Behandlungskapazität von bis zu 40 m³/h.

Bei einem europäischen Textildienstleister behandelt eine individuell ausgelegte ClearFox® DAF täglich rund 22 m³ Wäschereiabwasser bei einem Volumenstrom von etwa 3 m³/h. Der CSB wird dabei von rund 2.000 auf unter 100 mg/l und der BSB5 von etwa 900 auf unter 25 mg/l reduziert. Gleichzeitig sinkt die Phosphorkonzentration von 10 auf unter 2 mg/l.

Je nach Abwasserzusammensetzung erreicht die ClearFox® DAF zudem eine CSB-Reduktion von bis zu 80 %. Öle und Feststoffe lassen sich um bis zu 99 % reduzieren.

Bei durchschnittlicher Belastung entstehen etwa 40 bis 60 Liter eingedickter Flotationsschlamm je Kubikmeter Abwasser. Das entspricht etwa 4 bis 6 Volumenprozent des Zulaufs. Der Flotationsschlamm erreicht typischerweise einen Trockensubstanzgehalt von 4 bis 5 %.

Die runde ClearFox® DAF lässt sich frei aufstellen oder in einen begehbaren Seecontainer integrieren. In der containerisierten Ausführung befinden sich auch Mischstrecke, pH-Regelung, Polymeransetz- und Dosiertechnik, Pumpen, Druckluftversorgung und Schaltschrank im Container. So entsteht eine kompakte, vormontierte Behandlungseinheit.

Aerobe biologische Behandlung

Nach der mechanischen und chemisch-physikalischen Vorbehandlung verbleiben biologisch abbaubare organische Stoffe im Abwasser. Diese Restbelastung zeigt sich insbesondere in den CSB- und BSB5-Werten. Je nach Behandlungsziel übernimmt die biologische Stufe zusätzlich die Nitrifikation und reduziert den im Abwasser enthaltenen Ammoniumstickstoff.

Das ClearFox® FBR System arbeitet als aerober Festbettreaktor. Im Reaktor befinden sich fest installierte Bioträger, auf deren Oberfläche sich ein stabiler Biofilm aus Mikroorganismen bildet. Für die Kohlenstoffreduktion stehen je nach eingesetztem Trägermaterial biologisch nutzbare Oberflächen von 100 bis 200 m²/m³ zur Verfügung. Für die Nitrifikation kommen Bioträger mit 150 bis 300 m²/m³ zum Einsatz. Die große besiedelbare Oberfläche ermöglicht eine hohe Biomassedichte auf vergleichsweise kleinem Reaktorvolumen.

PPU Umwelttechnik verbaut zwei FBR-Module in einem 20-Fuß-HC-Seecontainer und schaltet diese in Reihe. Ein solcher Container behandelt einen Durchfluss von bis zu 5 m³/h und erreicht eine CSB-Abbauleistung von bis zu 100 kg pro Tag. Bei der Nitrifikation liegt die Abbauleistung bei bis zu 20 kg NH₄-N pro Tag und Container.

Die tatsächliche Auslegung richtet sich nach Abwassermenge, Zulaufkonzentration und dem erforderlichen Abbau von Kohlenstoff und Stickstoff. Höhere Konzentrationen, wie sie bei industriellen Abwässern auftreten, führen zu höheren spezifischen Leistungsraten. Durch unterschiedliche Bioträger sowie die parallele oder serielle Anordnung mehrerer FBR-Container lässt sich die biologische Stufe gezielt an die jeweilige Abwasserbelastung anpassen.

Für das Wachstum der Mikroorganismen spielt neben der organischen Belastung auch die Nährstoffversorgung eine wichtige Rolle. Das ideale Verhältnis von Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor (C:N:P) liegt für den Festbettreaktor bei 100:10:1. In der Praxis arbeitet der ClearFox® FBR auch bei einem C:N:P-Verhältnis von bis zu 100:5:1 sehr zuverlässig. Damit liegt der gut geeignete Betriebsbereich zwischen 100:5:1 und 100:10:1. Diese Toleranz gegenüber schwankenden Nährstoffverhältnissen ist besonders bei industriellen Abwässern von Vorteil, deren Zusammensetzung sich im laufenden Betrieb verändert.

Für einen dauerhaft zuverlässigen Betrieb benötigt das FBR-System eine geeignete mechanische Vorbehandlung. Partikel ab einer Größe von 3 mm dürfen nicht in den Festbettreaktor gelangen, da sie sich im Festbettmaterial festsetzen und dieses mit der Zeit verstopfen können. Eine vorgeschaltete Siebung entfernt diese Feststoffe und schützt damit die biologisch aktive Trägerstruktur.

Für die Nitrifikation muss die Kohlenstoffbelastung bereits ausreichend reduziert sein. Nach dem biologischen Reaktor folgt außerdem eine Feststofftrennung, die ausgetragene Biomasse und Schlammflocken vom gereinigten Wasser trennt. Dafür eignet sich beispielsweise ein Lamellenschrägklärer als kompakte Nachklärstufe.

Die Auslegung der ClearFox® FBR-Module erfolgt nach den Richtlinien der DWA. Die Reinigungsleistung wurde zusätzlich in Feldversuchen durch externe Abwasserinstitute bestätigt.

Nachklärung und Feststofftrennung

Nach der biologischen Behandlung befinden sich weiterhin Schlammflocken im Abwasser. Der ClearFox® Lamellenschrägklärer trennt diese Feststoffe durch Sedimentation vom gereinigten Wasser und arbeitet dabei vollständig drucklos. Das Abwasser strömt von unten nach oben durch die Lamellen. Die Feststoffe setzen sich auf deren Oberfläche ab, rutschen nach unten und sammeln sich im Schlammtrichter. Das Klarwasser fließt über den oberen Ablauf in die nächste Behandlungsstufe.

Die Lamellentechnologie stellt auf kompakter Grundfläche eine große Abscheidefläche zur Verfügung und beschleunigt dadurch die Feststofftrennung. Hinter einem biologischen Festbettverfahren behandelt ein ClearFox® Schrägklärermodul bis zu 25 m³/h bei einer Abscheidefläche von 50 m². Zwei Module erreichen bis zu 50 m³/h und stellen gemeinsam 100 m² Abscheidefläche bereit.

Der abgeschiedene Schlamm wird kontinuierlich oder intervallweise am Boden abgezogen und erreicht dabei einen Trockensubstanzgehalt von etwa 2 bis 3 %. Die Module lassen sich sowohl in einen ISO-Seecontainer integrieren als auch in geeigneten bauseitigen Betonbecken installieren.

Weitergehende Behandlung für die Wasserwiederverwendung

Soll das gereinigte Abwasser erneut im Wäschereibetrieb eingesetzt werden, sind, je nach gewünschter Wasserqualität, zusätzliche Behandlungsschritte erforderlich. Dabei stehen insbesondere verbliebene Feinpartikel, gelöste Inhaltsstoffe, Salze und Mikroorganismen im Fokus.

Ein Glasperlenfilter entfernt zunächst verbliebene Schwebstoffe und feine Partikel aus dem biologisch behandelten Abwasser. Eine anschließende Ultrafiltration hält Kolloide, Mikroorganismen und feinste Partikel zurück. Gleichzeitig schützt sie nachgeschaltete Membranverfahren und sorgt auch bei schwankenden Zulaufbedingungen für eine gleichbleibende Wasserqualität.

Für besonders hohe Anforderungen an das Prozesswasser reduziert eine Umkehrosmose anschließend gelöste Salze, Spurenstoffe und weitere gelöste Inhaltsstoffe. Eine UV-Desinfektion dient bei Bedarf als zusätzliche hygienische Sicherheitsstufe und reduziert die im Wasser verbliebenen Mikroorganismen.

Durch die gezielte Kombination dieser Verfahren entsteht hochwertiges Prozesswasser, das sich je nach Qualitätsanforderung erneut im Wäschereibetrieb einsetzen lässt. Die Wasserwiederverwendung senkt den Frischwasserverbrauch und reduziert gleichzeitig die anfallende Abwassermenge.

Modulare Komplettanlage

Für die Kombination mehrerer Behandlungsstufen bietet ClearFox® modulare Containerkläranlagen an. Die ClearFox® Containeranlagen vereinen mechanische, chemisch-physikalische und biologische Verfahren in vormontierten Schiffscontainern. Die einzelnen Prozessstufen lassen sich flexibel miteinander kombinieren und auf die jeweiligen Anforderungen des Wäschereibetriebs abstimmen.

Je nach Auslegung behandeln die Anlagen zwischen 7,5 und 3.000 m³ Abwasser pro Tag. Der modulare Aufbau ermöglicht eine individuelle Anpassung an Abwassermenge, Zusammensetzung, vorhandene Platzverhältnisse und gewünschte Ablaufqualität.

Für industrielle Wäschereien entsteht so eine kompakte und flexible Gesamtlösung. Die Anlage lässt sich sowohl für die Indirekteinleitung als auch für die Aufbereitung zur Wasserwiederverwendung auslegen. Bei steigenden Abwassermengen oder veränderten Anforderungen lässt sich das System zudem modular erweitern.

Reststoffe aus der Abwasserbehandlung

Bei der Behandlung von Wäschereiabwasser entstehen neben dem gereinigten Wasser verschiedene Reststoffe. Deren Aufbereitung und fachgerechte Entsorgung sind fester Bestandteil des gesamten Anlagenkonzepts.

Zu den wichtigsten Reststoffen gehören Klär- und Flotationsschlämme. Eine Entwässerung reduziert deren Volumen und damit den Aufwand für Transport, Entsorgung oder thermische Verwertung. Die ClearFox® Schlammschneckenpresse entwässert sowohl biologische Schlämme als auch Flotationsschlämme und reduziert deren Wassergehalt mechanisch.

Bei Membranverfahren oder anderen weitergehenden Aufbereitungsverfahren entstehen zusätzlich Konzentrate. Darin sammeln sich die aus dem Abwasser entfernten gelösten Inhaltsstoffe in höherer Konzentration. Je nach Zusammensetzung müssen diese Rückstände entsprechend den geltenden Anforderungen behandelt oder fachgerecht entsorgt werden.

Der wichtigste Wertstoff bleibt jedoch das gereinigte Wasser. Bei entsprechender Aufbereitung lässt es sich erneut für geeignete Prozesse innerhalb der Wäscherei einsetzen. Dadurch sinkt der Frischwasserverbrauch und gleichzeitig reduziert sich die Menge des abzuleitenden Abwassers.

Planung und Kauf einer Kläranlage für eine Wäscherei

Die Planung einer Kläranlage für eine industrielle Wäscherei beginnt mit einer detaillierten Analyse des anfallenden Abwassers. Neben der täglichen und stündlichen Abwassermenge werden insbesondere Spitzenlasten sowie relevante Parameter wie CSB, BSB5, Tenside, Feststoffe, Fette, Öle und mögliche Schwermetalle untersucht.

Auf dieser Grundlage wird das Behandlungsziel festgelegt. Entscheidend ist dabei, ob die Wäscherei das gereinigte Abwasser in die Kanalisation einleitet oder als Prozesswasser im eigenen Betrieb wiederverwendet. Daraus ergeben sich die erforderliche Ablaufqualität und die notwendigen Behandlungsstufen.

Für die Auswahl und Auslegung der Kläranlage sind folgende Punkte entscheidend:

  • Abwassermenge pro Tag und Stunde

  • Art und Verschmutzungsgrad der gereinigten Textilien

  • erforderliche Ablaufqualität für Indirekteinleitung oder Wasserwiederverwendung

  • verfügbare Stellfläche im Betrieb

  • Chemikalienbedarf und anfallende Schlammmenge

  • Anforderungen an Automatisierung, Wartung und Fernüberwachung

ClearFox® kombiniert die erforderlichen Behandlungsstufen zu einer auf den jeweiligen Wäschereibetrieb abgestimmten Prozesskette. Je nach Abwasserzusammensetzung und Behandlungsziel kommen beispielsweise Siebung, Druckentspannungsflotation, biologische Reinigung im FBR, Lamellenklärung und Schlammbehandlung zum Einsatz. Der modulare Aufbau ermöglicht eine flexible Auslegung für schwankende Abwassermengen und Schmutzfrachten sowie eine spätere Erweiterung der Anlage.

Fazit

Eine zuverlässige Abwasserbehandlung gehört für industrielle Wäschereien zu einem wirtschaftlichen und sicheren Betrieb. Aufeinander abgestimmte mechanische, chemisch-physikalische und biologische Verfahren reduzieren die unterschiedlichen Belastungen im Abwasser und sorgen für eine stabile Einhaltung der geforderten Ablaufwerte.

Modulare Lösungen von ClearFox® stimmen die einzelnen Behandlungsstufen gezielt auf Abwassermenge, Zusammensetzung und gewünschte Wasserqualität ab. So entstehen flexible Anlagenkonzepte für die Indirekteinleitung in die Kanalisation oder die Wiederverwendung des gereinigten Wassers im Betrieb. Der modulare Aufbau ermöglicht zudem eine spätere Erweiterung, wenn sich Abwassermengen oder betriebliche Anforderungen verändern.

Ihre Vorteile auf einen Blick

ClearFox® entwickelt modulare Lösungen für die industrielle Abwasserbehandlung und stimmt die einzelnen Prozessstufen gezielt auf die Anforderungen des jeweiligen Betriebs ab. Die containerbasierten Systeme kombinieren bewährte Verfahren mit klar definierten Prozessgarantien. So entsteht für jede Anwendung eine technisch zuverlässige und wirtschaftlich ausgelegte Gesamtlösung.

Ihre Vorteile

  • Kompakte Bauweise mit geringem Platzbedarf

  • Vollautomatischer Betrieb mit optionaler Fernüberwachung

  • Energieeffiziente Verfahren für niedrige Betriebskosten

  • Einfache Integration in bestehende Anlagen und Betriebsabläufe

  • Bewährte Technik für anspruchsvolle Abwasserzusammensetzungen

  • Individuelle Auslegung nach Abwassermenge und Behandlungsziel

  • Persönliche Betreuung von der Planung bis zum laufenden Betrieb

Geprüfte Technologie für zuverlässige Ergebnisse

Das ClearFox® Festbettverfahren (FBR) wurde unabhängig von der PIA GmbH geprüft und zertifiziert. Die Technologie verbindet eine stabile biologische Reinigungsleistung mit einem modularen Anlagenkonzept und einem wirtschaftlichen Betrieb.

Ihre Vorteile:

  • Niedrige Betriebs- und Energiekosten

  • Modularer und skalierbarer Anlagenaufbau

  • Flexible Leasingmodelle für Pilotanlagen und zeitlich begrenzte Projekte

Erfahrung mit den Anforderungen industrieller Wäschereien

Keine industrielle Wäscherei erzeugt exakt dasselbe Abwasser. Art und Verschmutzungsgrad der Textilien, eingesetzte Waschchemikalien, Waschprogramme und Produktionsmengen bestimmen die Zusammensetzung und Menge des anfallenden Abwassers.

ClearFox® hat bereits zahlreiche Projekte für Wäschereien umgesetzt und verfügt über umfassende Erfahrung mit den branchentypischen Herausforderungen. Auf dieser Grundlage entwickeln wir Behandlungskonzepte, die technische Anforderungen, Betriebskosten und geltende Einleitbedingungen gleichermaßen berücksichtigen.

Persönliche Betreuung – auch nach der Inbetriebnahme

Das internationale Serviceteam der PPU begleitet Ihr Projekt von der ersten Planung über die Installation und Inbetriebnahme bis zum laufenden Anlagenbetrieb. Auch nach der Übergabe stehen Ihnen unsere Ansprechpartner für Service, Wartung und technische Unterstützung zur Verfügung.

Starten Sie Ihr Projekt

Sie planen eine neue Abwasserbehandlung oder möchten eine bestehende Anlage erweitern? PPU erstellt für Sie eine unverbindliche Standortanalyse mit einem ersten Anlagenkonzept.

Dabei betrachten wir die anfallenden Abwassermengen und Belastungen, die vorhandene Infrastruktur sowie die gewünschte Ablaufqualität. Auf dieser Grundlage entwickeln wir ein passendes Behandlungskonzept und geben Ihnen eine erste Einschätzung der zu erwartenden Investitions- und Betriebskosten.

FAQs

Können bestehende Wäschereien nachträglich eine Abwasseraufbereitung installieren?

Ja, bestehende Wäschereien lassen sich häufig nachrüsten. Modulare Systeme ermöglichen eine Integration in bestehende Betriebsabläufe, ohne die gesamte Infrastruktur neu aufzubauen.

Modulare Containerkläranlagen sparen Platz, verkürzen die Montagezeit und lassen sich flexibel erweitern. Dadurch eignen sie sich besonders für wachsende Wäschereibetriebe oder schwankende Abwassermengen.

Ja, aufbereitetes Wäschereiabwasser lässt sich je nach Qualität erneut im Waschprozess einsetzen. Besonders Vorwäsche und technische Prozesse eignen sich für Wasserrecycling.

Eine DAF-Anlage entfernt Fette, Öle, Schwebstoffe und feine Partikel aus dem Abwasser. Mikroblasen transportieren die Stoffe an die Oberfläche, wo sie abgeschöpft werden.

Ein Projekt beginnt meist mit einer Analyse des Abwassers und der Betriebsdaten. Anschließend folgt die Auswahl geeigneter Verfahren sowie die Auslegung der Anlage auf Abwassermenge, Schadstofffracht und gewünschte Ablaufqualität.

Referenzprojekte

Zertifiziert. Kompakt. Containerbasiert.
[Clever.]